Telefon tot: Familie aus Rhynern erlebt wahre Odyssee mit Telekom und Vodafone

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Diese kleine Telefondose war defekt. Sie zu reparieren dauerte in zehn Versuchen fast zwei Monate.

Rhynern - Gleich zehnmal rückten Mitarbeiter der Deutschen Telekom und von Subunternehmen aus, um einen Telefonanschluss in Rhynern zu reparieren. 

Die Tortur mit dem Telekommunikationsanbieter entwickelt sich immer mehr zum Klassiker der Alltagsprobleme. Wer umzieht, eine technische Umstellung vollzieht oder nur einen Schaden meldet, der muss sich in vielen Fällen auf eine lange Wartezeit einstellen. Auf die Funktion von Telefon und/oder Internet muss der Kunde in den meisten Fällen während der Arbeiten verzichten.

Eine Familie aus Rhynern, die nicht namentlich erwähnt werden möchte, berichtet nun davon, dass insgesamt zehn (!) Techniker und Handwerker anrückten, um ihren eigentlich kleinen Schaden zu beheben. Was war passiert? Nach einem Kurzurlaub wieder daheim, stellte die Familie fest, dass ihr Telefon im etwas von der übrigen Bebauung abgelegenen Haus befindet, tot ist. Die Ursache war eigentlich schnell gefunden, denn das kleine Telefondöschen, von dem die oberirdische Leitung zum Haus führt, war aus der Verankerung gerissen. Ob mutwillig oder witterungsbedingt, ließ sich nicht klären, machte auch letztlich keinen Unterschied.

Denn ein Anruf beim Anbieter Vodafone sollte doch eigentlich reichen, um die Kabel wieder anschließen zu lassen, dachte sich der Familienvater. Doch weit gefehlt. Es begann eine bemerkenswerte Odyssee rund um den Service der Telekom. Denn die Techniker von Vodafone hatten mit diesem Schaden nichts zu tun. Die Leitungen gehören der Deutschen Telekom. Aber auch das brachte nicht die erhoffte schnelle Lösung, denn niemand fühlte sich anschließend zuständig. „Der Bautrupp sagte, das sei Aufgabe der Techniker. Die Techniker sagen, das sei Aufgabe des Bautrupps“, erzählt der Geschädigte. Und so rückten insgesamt zehnmal Arbeiter aus, um die kleine Telefondose wieder anzuschließen. „Im Nachhinein können wir darüber lachen. Aber zwischenzeitlich verzweifelt man, wenn Sätze fallen, wie ‘dafür werde ich nicht bezahlt‘ oder die Bautruppe gar nicht anklingeln, sondern auf eigene Faust die Störung suchen und schließlich am falschen Kasten messen“, erzählt die Ehefrau. Fast als Messias feierten die Rhyneraner schließlich den Mann, der es tatsächlich schaffte, wieder Leben in die Leitung des Haustelefons zu bringen. 

Während des zweimonatigen Wartens wurde in Gespräche mit Freunden, Nachbarn und Bekannten eins deutlich: Mit diesen Problemen stehen sie nicht alleine. „Fast jeder kann auch eine Geschichte rund um den Telefonanbieter beitragen“, berichtete der Mann. Und die „Dunkelziffer“ dürfte noch deutlich höher liegen ...

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