Stadt Hamm handelt nach mehreren Vorfällen

Bussard greift Radler in Wambeln an - Alleenradweg gesperrt

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Solch ein Mäusebussard macht derzeit in Wambeln Jagd auf Radfahrer.

Hamm - Gut ein Meter Spannweite und messerscharfe Krallen: Die Vorstellung, von einem Bussard angegriffen zu werden, ist keine angenehme. In Wambeln haben sie gleich mehrere Radfahrer gemacht. Mindestens einer wurde verletzt.

Die Stadt hat nunmehr die Konsequenzen gezogen und einen 900 Meter langen Abschnitt des Alleenradwegs bis auf Weiteres gesperrt.

Dass mit Greifvögeln in diesen Tagen nicht gut Kirschen-essen ist, ist kein Hammer Phänomen. Die Tiere verteidigen ihre Brut und sehen insbesondere Jogger und Radfahrer als potenzielle Angreifer an. Die Häufigkeit, mit der der Wambelner Bussard in den vergangenen 14 Tagen allerdings zur Attacke übergegangen ist, macht ihn schon ein bisschen einzigartig. Die Stadt weiß von zwei Radfahrern, die angefallen wurden; einer davon sogar schon zweimal. Bei einem dieser Flugangriffe wurde das Opfer verletzt, der Grad der Schwere sei nicht bekannt, sagte Stadtsprecher Tobias Köbberling.

Mindestens ein weiterer Radfahrer kommt noch hinzu, der seine unheimliche Begegnung mit dem kapitalen Greifer nicht der Stadt angezeigt hat und auch gegenüber dem WA anonym bleiben wollte. Von hinten sei er im Sturzflug angegriffen worden, als er von Scheidingen gekommen sei. Nur gut, dass er einen Fahrradhelm getragen habe, denn das Tier habe sich in die Lüftungslöcher desselben gekrallt, ihn aber nicht verletzt. Sofort nach der Attacke habe der Vogel wieder von ihm abgelassen und sei davongeflogen.

Die Stadt reagierte am Mittwoch auf die gehäuften Übergriffe und sperrte den Radweg. In etwa vier Wochen dürften die Jungbussarde flügge sein, und dann werde die Sperrung auch wieder aufgehoben, sagte Stadtsprecher Köbberling. Andere Stellen seien im Stadtgebiet nicht bekannt.

Für die Nachbarn entlang des Alleenradweges in Wambeln sind die Greifvogelattacken Beleg dafür, dass beim Wegebau Naturschutzbelange kaum oder wenig beachtet wurden. Dass unweit der Piste ein Bussardpaar seinen Horst hat, sei schon seit Jahren der Fall. Und auch im vergangenen Jahr seien Radfahrer hier angegriffen worden.

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