Wambelner Straße wird saniert: Kumper Landstraße spielt mit ihren maroden Brücken weiter keine Rolle

Die Wambelner Straße im Bereich entlang des Gewerbeparks wird saniert. Das NRW-Verkehrsministerium stellt hierfür insgesamt 520.000 Euro zur Verfügung.
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Die Wambelner Straße im Bereich entlang des Gewerbeparks wird saniert. Das NRW-Verkehrsministerium stellt hierfür insgesamt 520.000 Euro zur Verfügung.

Die Wambelner Straße wird in diesem Jahr saniert. Die als L 669 eingetragene Landesstraße taucht in der To-Do-Liste des NRW-Verkehrsministeriums für 2020 auf. 520 000 Euro sind für diese Maßnahme eingeplant. Damit soll die Fahrbahn auf einem fast ein Kilometer langen Teilstück ausgebessert werden.

Rhynern/Allen – Gemeint ist der Bereich entlang des Gewerbeparks. Dort ist die Fahrbahn besonders stark beschädigt. Wann die Maßnahme erfolgt, ist noch nicht bekannt.

Die Wambelner Straße ist die Verbindungsstrecke für die Menschen in Allen und Wambeln nach Rhynern, wo Einkaufsmöglichkeiten, Banken, Ärzte und andere Versorgungseinrichtungen vorhanden sind. Daher nutzen viele Bürger der genannten Ortsteile diese Strecke sehr häufig, fast täglich. Aber auch Berufspendler in und aus dem Kreis Soest sowie Lieferanten in das Gewerbegebiet Scheidingen sind auf der Wambelner Straße unterwegs.

Immer mehr Schäden auf L 669

Die Rolle als Ausweichstrecke zur oft überfüllten Bundesstraße 63 macht die L 669 endgültig zu einer viel befahrenen Strecke, sodass der beschädigte Bereich der Fahrbahn nahe des Gewerbeparks im Laufe der Jahre immer größere Ausmaße fand.

Mit der Verschlechterung der Straßenverhältnisse wuchs der Ärger bei den Bürgern von Allen und Wambeln, sodass sie schließlich den Hammer Landtagsabgeordneten Marc Herter um Rat fragten. Der machte sich stark für eine Sanierung der Straße und hatte nun im zweiten Anlauf damit Erfolg. Auch wenn es allerdings nur ein Teilerfolg ist. Denn den Wambelnern und Allenern ging es nicht nur um das ein Kilometer lange Teilstück. Sie kritisierten auch den Zustand der Bankette auf der gesamten Strecke.

Für Radfahrer ist die Straße zu gefährlich

Ausweichmanöver bei Gegenverkehr seien problematisch und ein Befahren der Straße mit dem Fahrrad ohnehin kaum möglich, weil zu gefährlich. Denn die Bürger empfinden die Straße sehr wohl als Risikostrecke, nicht zuletzt durch den Lkw-Verkehr zum Gewerbegebiet Scheidingen. Aber auf eine Verbesserung dieser Situation müssen die Bürger wohl noch warten. Zunächst gibt es nur die Sanierung des nördlichen Teils. Immerhin.

Auf der Prioritätenliste für das Jahr 2020 fehlt allerdings erneut die Landesstraße 663. Das ist die Kumper Landstraße, die von Hamm nach Unna durch Osterflierich führt. Neben der ebenfalls holprigen Fahrbahndecke befinden sich dort die beiden Brücken über den Bach Seseke nahe der Kreisgrenze zu Unna in einem desolaten Zustand. Vorsorglich wurde das zugelassene Höchstgewicht auf den Brücken bereits reduziert, auch eine Fahrbahnverengung wurde vorgenommen, um Begegnungsverkehr auf der Brücke zu verhindern.

Tempolimit für Lkw reicht nicht aus

Für Lkw ist nur Tempo 10 erlaubt. Das Problem ist seit vielen Jahren bekannt. Doch gelöst wird es weiterhin nicht. Vor zwei Jahren sollte die Maßnahme stattfinden, die Arbeiten waren bereits angekündigt worden. Sie wurden aber kurzfristig verschoben. Es müssen noch Untersuchungen durchgeführt werden, hieß es aus dem Ministerium. Ob und wann es dort die dringend erforderliche Sanierung gibt, ist seitdem nicht bekannt.

Für die Landesstraße gibt es noch die Besonderheit, dass seit Jahren geplant ist, sie zurückzustufen. Sie soll von einer Landes- zu einer Kreisstraße werden. Das würde bedeuten, dass die Stadt Hamm für den Teil auf Hammer Stadtgebiet zuständig wäre. Dazu gehören auch die beiden Brückenbauwerke. Selbstverständlich wird die Stadt die Straße aber nicht in diesem Zustand übernehmen, sondern wartet auf die Instandsetzung.

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