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Polizei ist den Schmierfinken von Berge und Westtünnen auf der Spur

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Von: Jörg Beuning

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Sporthalle der Konrad-Adenauer-Realschule in Hamm-Rhynern beschmiert.
Sporthalle der Konrad-Adenauer-Realschule in Hamm-Rhynern beschmiert. © Ulirch Wille

Die Polizei ist vorsichtig optimistisch, dass sie die Täter, die am 30. April mehrere Flächen mit Farbe beschmiert haben, ermitteln kann.

Berge/Westtünnen – Es wirkte wie ein kleiner Feldzug von Halbstarken. Am Wochenende um den 30. April hatten bislang unbekannte Täter die schlechte Idee, den Inhalt von Farb-Spraydosen entlang ihres Marsches durch Berge und Westtünnen an unterschiedlichen Hauswänden, Stromhäuschen und Infotafeln zu entleeren, darunter die Außenwände der Konrad-Adenauer-Sporthalle und der Dietrich-Bonhoeffer-Schwimmhalle.

Polizeisprecher: „Wir haben erste Ermittlungsansätze“

Ein Vandalismus, der einen erheblichen Schaden zur Folge hat, auch wenn sich dieser nicht genau beziffern lässt. Grund genug aber natürlich für die Polizei, intensiv zu fahnden. Und Polizeisprecher Malte Gerwin zeigte sich auf Anfrage vorsichtig optimistisch, dass die Täter gefunden werden können. „Wir haben erste Ermittlungsansätze“, sagte er. Mehr wollte er dazu noch nicht sagen, was nicht unüblich ist, wenn die Polizei dabei ist, einen Fall zu lösen.

Stadt Hamm, evangelische Kirchengemeinde und betroffene Privatpersonen werden die Arbeit der Beamten mit Interesse verfolgen. Denn das Säubern der beschmierten Flächen ist kein Pappenstiel. Besonders stark betroffen ist die Turnhalle der Konrad-Adenauer-Realschule.

Reinigung erfolgt durch stadteigene Mitarbeiter

Eine Schätzung, wie hoch der Gesamtschaden ist, kann die Stadtverwaltung aber nicht machen. Das liegt vor allem daran, dass die Stadt keine Fremdfirmen mit der Säuberung beauftragt. Die Reinigung wird erledigt von den Mitarbeitern des Tiefbau- und Grünflächenamtes und des Abfall- und Stadtreinigungsbetriebes Hamm (ASH). Daher tauchen keine konkreten Rechnungen für die Entfernung der Schmierereien auf.

Wie hoch ist der Aufwand der Reinigung? „Auch da können wir keine Schätzungen abgeben, da dieser je nach verwendeter Farbe, Größe und Untergrund enorm schwankt“, erklärt Stadtsprecher Lukas Huster. Das bestätigen auch Reinigungsfirmen, die ihre Dienste im Internet anbieten. Die Preise schwanken, vor allem der Untergrund sei entscheidend. Rund 100 Euro pro Quadratmeter Fläche werden aber wohl fällig. Die Sprayer hatten – grob zwischen KAR und Dietrich-Bonhoeffer-Schule – mehrere Flächen beschmiert. Dabei tauchten immer wieder Buchstabenkombinationen wie „TAK“, „MASK“, „RIO“ und die Zahl „167“ auf.

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