Ölgeruch auf dem Gelände von Schulte Karlheim

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Mit Planen sind die Erdhügel abgedeckt. Es waren Reste von Heizöl im Aushub bemerkt worden. Schon bald gehen die Bauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte Schulte Karlheim in Westtünnen weiter.

Westtünnen - Ölgeruch aus dem Erdreich hat das Bauvorhaben auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte Schulte Karlheim in Westtünnen vorübergehend gestoppt. Es darf aber schon bald weitergehen. 

Voller Vorfreude hatte Sedat Cura von der Firma Immorevier den Baustart an der Von-Thünen-Straße in Westtünnen verkündet. Doch nur kurze Zeit später rückte das Bauunternehmen wieder ab – im Aushub der Baugrube waren Reste von Heizöl gefunden worden. Das musste zunächst untersucht werden. „Die Arbeiten können aber umgehend wieder aufgenommen werden“, sagt Cura. Die Bagger haben aber das Grundstück vorerst wieder verlassen, liegengeblieben sind drei Erdhügel, von denen zwei mit einer blauen Plane zugedeckt sind. Das ließ einige Anwohner in den vergangenen Tagen doch leicht verunsichert auf das Baugrundstück blicken: Was verbirgt sich unter den Planen?

Die Bauarbeiter hatten bei ihren Arbeiten den Geruch von Öl festgestellt und anschließend die Arbeiten beendet, berichtet Cura. Denn in solchen Fällen muss dies den Behörden gemeldet und ein Bodengutachten erstellt werden. Dieses sei erfolgt, das Öl sei nicht breitflächig im Erdreich verteilt. Also könnten die Arbeit in naher Zukunft fortgesetzt werden, erklärte Cura. Für den neuen Eigentümer geht es nun in erster Linie darum, dass der Aushub fachgerecht entsorgt wird. Weitere Altlasten gebe es nicht. Auf dem Grundstück stand mehr als 100 Jahre lang ein Gebäude, das als Gaststätte genutzt wurde.

Inzwischen Geschichte: Die ehemalige Gaststätte Schulte Karlheim Anfang Juli 2017.

Abrisstermin für Schulte Karlheim steht

Immorevier verliert nun erneut etwas Zeit beim Bau des neuen Mehrfamilienhauses und der Baustraße, die auch der neue Eigentümer eines Baugrundstücks auf dem Areal nutzen möchte. Die weitere Vorgehensweise sieht weiterhin vor, dass der Bau der Baustraße und die Ausschachtung für das neue Gebäude vorgenommen wird. Anschließend wird der Kampfmittelräumdienst noch einmal den Boden sondieren, um sicher zu gehen, dass sich keine alte Munition mehr im Boden befindet. Dann – Cura hofft auf eine Wartezeit von zwei bis drei Wochen – könne mit den eigentlichen Bautätigkeiten endlich begonnen werden. Die Baufirma sei nach dem Vorfall in der vergangenen Woche zunächst abgerückt, weil sie an anderen Baustellen bereits tätig werden kann, erklärt Cura. Nach der Freigabe durch die Behörden gehe es aber nun in Westtünnen definitiv weiter.

Es entstehen Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus und drei Einfamilienhäuser. Die zehn Eigentumswohnungen entstehen in zwei Wohnblöcken, die mit einem gläsernen Treppenhaus samt Fahrstuhl verbunden sind. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 40 und 120 Quadratmeter. Es wird keine Carports geben, sondern eine Tiefgarage mit elf Stellplätzen. Einen weiteren Stellplatz gibt es auf dem Außengelände, sodass für die zehn Wohnungen zwölf Stellplätze vorgehalten werden können. Die Einfahrt zur Tiefgarage erfolgt im hinteren Bereich des Grundstücks, die Zufahrt über eine Stichstraße, die neu erstellt werden wird. Über die sind dann weiterhin auch die bestehenden Wohnhäuser erreichbar. Von den drei Grundstücken für Einfamilienhäuser ist eins verkauft. Der Eigentümer warte auf die Erstellung der Baustraße, so Cura. Das erfolge jetzt. Etwa zwei Wochen lang werden Bagger ausschachten. Anschließend erfolge die zweite Bodensondierung. „Ich denke, dass wir dann noch einmal zwei bis drei Wochen auf das nächste Ergebnis warten müssen, ehe es dann im Eiltempo weitergeht“, so Cura. Ende Mai könnte also mit den Rohbaumaßnahmen begonnen werden. Insgesamt rechnet Cura mit einer Bauzeit des Mehrfamilienhauses von etwa zwölf Monaten.

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