Neuer Hofladen auf Wilkinghof in Berge

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In der restaurierten Scheune des Wilkinghofes wird ein Hofladen eingerichtet.

BERGE - Noch in diesem Monat wird in der restaurierten Scheune an der Dr.-Loeb-Caldenhof-Straße ein Hofladen eröffnen, in dem regional erzeugte oder weiterverarbeitete landwirtschaftliche Produkte direkt vermarktet werden.

Mit dieser dem Ursprung artverwandten Nutzung erfüllt sich Eigentümer Peter Markett „einen Herzenwunsch“. Betrieben wird der Laden von Landwirt Markus Schröder-Schilling aus Werl-Mawicke.

Viel Leidenschaft und Herzblut steckte Markett in den vergangenen Jahren in die historische Hofstelle. Im jetzigen Zustand besteht es aus einem 1996 als Wohnhaus umgebauten Kornspeicher, dem jetzt renovierten Scheunengebäude und einer Remise, die sich noch in einem baulich schlechten Zustand befindet.

Hier steht eine Renovierung noch an, verrät Markett. Das Hauptgebäude ist 1985 abgebrannt und musste abgerissen werden. „Ein Feuerwehrmann hat damals einen Balken mit einer Inschrift aus dem Jahre 1810 erhalten. Dieser wird noch seinen Platz in der Scheune bekommen“, legt Markett viel Wert auf die Historie des Hofes.

Die bauliche Innenausstattung insgesamt wurde bewusst rustikal und sehr einfach gehalten, was sich dem Gesamtkonzept des neuen Angebots anpasst. Landwirt Schröder-Schilling betreibt Ackerbau und Viehzucht (Schweinehaltung) und ist auf Wochenmärkten in Werl, Unna und Neheim präsent. „Ich hatte schon seit längerer Zeit die Absicht, einen Hofladen zu eröffnen. Per Zufall habe ich das Schild an der Scheune gesehen“, erklärt er.

Die Innenausstattung wurde bewusst rustikal gehalten.

Damit hatte die Familie Markett genau den Mieter gefunden, den sie gesucht hatte. Vermarktet wird das gesamte Sortiment aus der Landwirtschaft mit saisonalen Produkten, zudem Fleisch, Wurst und Wild aus Eigenproduktion. Um allen Hygiene-Vorschriften zu entsprechen, wird das Fleisch aus einem entsprechenden Marktanhänger verkauft, so dass keine Kühlhäuser gebaut und nichts gefliest werden musste.

„Das wäre zum einen sehr teuer geworden, zum anderen hätte es auch optisch nicht so recht in die Scheune gepasst“, so Markett. Obst, Gemüse, Marmelade, Honig werden an weiteren Ständen angeboten. Für den Verkauf wird Schröder-Schilling fünf Mitarbeiter beschäftigen.

 Etwas schleppend verlief zuvor das Genehmigungsverfahren. Die Hofstelle liegt zwar mittlerweile in einer gewerblichen ausgezeichneten Fläche mit Schnellrestaurant, Autohaus und Gartencenter in direkter Nachbarschaft. Aber für den Verkauf von Lebensmitteln musste der Bebauungsplan an dieser Stelle geändert werden. - jb

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