Zwei Schwerverletzte / 20 Anzeigen gegen Gaffer

Hammer (48) verursacht Unfall mit vier Lkw auf A44 - Stau bis Rhynern

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[Update 21.39 Uhr] Hamm/Werl - Der Unfall passierte zwar bei Unna, hatte aber verkehrliche Auswirkungen weit nach Werl hinein und bis nach Hamm-Rhynern: Vom Autobahnkreuz Werl aus wurde der Verkehr großräumig umgeleitet. Vier Lkw waren am Dienstagmittag auf der A 44 bei Unna aufeinander geprallt.

Zwei Personen wurden schwer verletzt, ein Rettungshubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Der Unfall ereignete sich um 12.40 Uhr zwischen dem Kreuz Werl und dem Kreuz Unna-Ost in Fahrtrichtung Dortmund, auf Höhe der Ostbürener Straße bei Unna.

Die Autobahn musste zunächst vollgesperrt werden, bis in den späten Nachmittag konnte der Verkehr nur einspurig an der Unfallstelle vorbeifließen. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau auf der A 44, der seine Auswirkungen auch auf den Werler Straßen hatte.

Ausweich-Strecken verstopft

So wurde der Autobahn-Verkehr Richtung Dortmund über die B 1 sowie über die A 445 zur Weiterfahrt auf die A2 umgeleitet. Auf der B1 kam es langen Staus. Auch auf der B 63 bei Hilbeck waren die Auswirkungen des Ausweichverkehrs deutlich zu spüren.

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge staute sich der Verkehr vor der Anschlussstelle Unna-Ost. "Infolgedessen bremste ein 51-Jähriger aus Sendenhorst seinen Sattelzug bis zum Stillstand ab, ein dahinter fahrender 42-Jähriger aus Polen verlangsamte seinen Silozug ebenfalls. Gleiches tat ein 57-Jähriger aus den Niederlanden mit seinem Sattelzug, der hinter dem Silozug unterwegs war.

Mann aus Hamm (48) fährt auf

Ein 48-Jähriger aus Hamm erkannte dies jedoch aus bislang ungeklärter Ursache offenbar zu spät. Mit seinem Muldenkipper fuhr er auf den Sattelzug des Niederländers auf und schob die genannten Fahrzeuge ineinander", teilte die Polizei am Abend mit. 

Der 57-jährige Fahrer sei durch den Aufprall in seinem Führerhaus eingeklemmt worden und habe aus seinem Sattelzug befreit werden müssen.

"Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten in ein Krankenhaus. Der 48-Jährige erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. Ihn brachte ein Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Die beiden anderen Fahrer blieben unverletzt", so die Polizei.

Sachschaden auf 110.000 Euro geschätzt

Den entstandenen Sachschaden schätzten die Beamten auf rund 110.000 Euro.

Während der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten musste die Richtungsfahrbahn in Höhe der Unfallstelle bis etwa 17.30 Uhr gesperrt werden. Der Verkehr wurde über die A 445 abgeleitet.

"Auf der Gegenfahrbahn verursachten zudem Gaffer einen Rückstau von rund drei Kilometern Länge. Die Beamten fertigten in dem Zusammenhang knapp 20 Anzeigen", so die Polizei abschließend.

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