Bahn kündigt Baumaßnahmen an

Lärmschutzwände im Stadtbezirk Rhynern: Zeitplan und Orte fix

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Wie hier am Dierhagenweg liegen die Häuser zum Teil sehr nahe an der Bahnstrecke. Lärmschutzwände sollen im übernächsten Jahr aufgestellt werden.

In das Thema Lärmschutz entlang der Bahnstrecke in Westtünnen und Berge kommt Bewegung.

Westtünnen/Berge – Die Deutsche Bahn teilte auf Anfrage mit, dass die Maßnahme im Jahr 2021 endlich umgesetzt werden soll. Geplant sind im Stadtbezirk fünf Schallschutzwände mit einer Höhe von drei Metern über der Schienenoberkante. Auf Hammer Stadtgebiet werden 2020 zwei weitere solcher Wände in Selmigerheide gebaut.

Die Bahn hat bereits mit der Vorbereitung begonnen. Die direkten Nachbarn erhielten in den vergangenen Tagen Post. Auf Nachfrage erklärte eine Bahn-Sprecherin, dass der notwendige Grunderwerb weitestgehend sichergestellt und der Bau für das Jahr 2021 geplant sei. Damit würde sich der Bau der Wände zeitlich an den Baustart des Haltepunktes in Westtünnen anpassen. Dieser soll Ende 2021, Anfang 2022 beginnen. Bei der Planung des Haltepunktes waren die Flächen für die Schallschutzwände freigehalten worden.

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Anwohner werden erheblich entlastet

Die Lärmschutzwände werden aus hochschallabsorbierenden Leichtmetallelementen bestehen und die Anwohner entlang der Bahnstrecke erheblich vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlasten. Zusätzlich profitieren auch weiter von der Bahnstrecke entfernt liegende Häuser und Wohnungen in hohem Maße von der Wirkung dieser aktiven Lärmschutzmaßnahme, beschreibt die Bahn-Sprecherin die Maßnahme.

Der Schienenlärm ist seit vielen Jahren ein großes Ärgernis für viele Anwohner, zumal die Zahl der Züge, die auf der Strecke zwischen Hamm und Paderborn unterwegs sind, in den vergangenen Jahr stetig gestiegen ist. Fast 200 Züge „donnern“ so im Schnitt täglich durch Westtünnen, wo die Wohnbebauung zum Teil nahe an die Bahnstrecke reicht. Dabei verursachen die Güterzüge den größten Lärm.

Nachts kaum leiser als tagsüber

Messungen haben ergeben, dass die Lärmbelastungen an der Eisenbahnstrecke größer sind als an viel befahrenen Straßen. So müssen die direkten Nachbarn der Bahnlinie in Berge und Westtünnen tagsüber Werte von über 75 Dezibel ertragen. Auch nachts wird es nur geringfügig leiser. Dies geht aus einer extra erstellten Lärmkarte hervor.

Der Bund hat 1999 ein freiwilliges Lärmsanierungsprogramm für bestehende Schienenwege aufgelegt. Seitdem wurden bundesweit Schallschutzwände errichtet, Strecken saniert und passive Schallschutzmaßnahmen in Form von Bezuschussung bei Fenstern realisiert. Kommunen werden anhand einer bundesweiten Prioritätenliste abgearbeitet. Nun ist die Stadt Hamm an der Reihe.

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