Verkehrsprobleme zu groß

Finke-Wunsch abgeschmettert: Nein zu Baumarkt in Rhynern

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Hamm - Beim Bestreben des Möbelhauses Finke, mittelfristig einen Baumarkt in direkter Nachbarschaft zum Standort in Hamm anzusiedeln, wird das Unternehmen wohl kaum Unterstützung aus der Stadtverwaltung und der Politik erhalten.

Ralf Hohoff, Leiter des OB-Büros, stellte auf Nachfrage sogar klar, dass es für die von Finke-Chef Dr. Rudolf Christa anvisierte Fläche westlich des Siepens derzeit kein Ansinnen gebe, sie einer gewerblichen Nutzung zuzuführen. „Ohne den Weiterbau der Autobahn 445 macht das auch überhaupt keinen Sinn“, so Hohoff. Erst dann könne überlegt werden, für welche Nutzung diese Fläche infrage kommen könnte.

Auf WA.de-Anfrage hatte Christa seinen Wunsch nach einer Ansiedlung eines Möbelmarktes in direkter Nachbarschaft zum Möbelhaus wiederholt. Dazu ist allerdings die Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich, Verwaltung, Politik und Bürger müssen also zustimmen. „Eine Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt führt daher ins Leere“, so Hohoff. „Mehr Verkehr können wir nicht gutheißen.“

Konzept scheint wirtschaftlich nicht aufzugehen

Die Verkehrsproblematik auf der Bundesstraße 63 hatten die SPD und die Grünen in der ersten Reaktion auf die Finke-Wünsche als K. o.-Kriterium angeführt. Zwar sei der von Pessimisten befürchtete Verkehrskollaps ausgeblieben, dennoch habe der Verkehr seit der Finke-Ansiedlung zugenommen, erklärt Dr. Georg-Scholz, SPD-Ratsmitglied und Vorsitzender des Stadtentwicklungs-Ausschusses: „Die bisherige Konzeption des Unternehmens mit einem höherwertigen Angebot scheint wirtschaftlich nicht aufzugehen. Daher setzt Finke nun doch auf den Preisrebell, um eine höhere Frequenz am Standort Hamm zu erreichen.“

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