Westfalia drängt auf Lösung

Sportplatz-Projekt in Rhynern muss ohne Förderung auskommen

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Alte Container ohne Aufenthaltsbereiche, Strom und fließendes Wasser sind der einzige Komfort im Bereich der Trainingsplätze des SV Westfalia Rhynern. Nach der Förder-Absage vom Bund scheint sich dieser Zustand vorerst nicht zu verändern.

Rhynern - Das Sportplatz-Projekt von Westfalia Rhynern wird nicht vom Bund gefördert. Die Stadt Hamm tauchte nicht auf der nun veröffentlichten Förderliste des Bundes auf.

Somit ist klar, dass aus diesem Topf kein dringend benötigtes Geld für den Neubau eines Sportgeländes für den SV Westfalia fließen wird. Dass die Aussicht auf Erfolg bei der großen Zahl an Mitbewerbern klein sein würde, war Stadtkämmerer Markus Kreuz im Vorfeld bewusst.

„Entsprechend bescheiden sind wir an die Sache rangegangen. Ein bisschen Hoffnung hatten wir aber sehr wohl, denn unsere Bewerbung war gut“, fand Kreuz. „Wenn ich mir jetzt die Liste der auserwählten Projekte ansehe, dann hätten wir da sehr gut reingepasst.

Hamms Kämmerer enttäuscht

Gerade in Bezug auf Westfalia Rhynern mit seiner guten Jugendarbeit. Daher bin ich jetzt schon enttäuscht“, gab Kreuz zu. 56 Projekte werden bundesweit aus diesem Programm gefördert. Darunter sind zehn Kommunen aus NRW.

Die Entscheidungsträger achteten dabei auf eine gerechte Verteilung auf die Bundesländer. In der Antragsphase gingen zu diesem Programm fast 1.000 Projektvorschläge ein. Ob die Stadt Hamm jemals eine Begründung über die Entscheidung erhalten, bezweifelt Markus Kreuz, der bereits über die Art und Weise der Ergebnis-Mitteilung enttäuscht war.

Was nun? 

Dr. Arnulf Kleine, Vorsitzender des SV Westfalia Rhynern, zeigte sich zwar auch leicht enttäuscht, aber keineswegs überrascht. 

„Das wäre wie ein Sechser im Lotto gewesen. Darauf konnten wir uns nicht verlassen. Daher haben wir im Vorstand stets über einen Plan A und einen Plan B gesprochen“, sagte Kleine auf WA-Anfrage. 

Westfalia drängt auf Lösung

„Es darf jetzt nicht alles gestorben sein. Daher wollen wir uns kurzfristig um ein Gespräch mit dem Stadtkämmerer und dem Oberbürgermeister bemühen“, so Kleine. „Das Problem ist lange genug bekannt, es gibt Versprechen von Politikern, dass Abhilfe geschaffen wird. Bei anderen Vereinen wurde etwas unternommen. Jetzt sind wir dran.“ 

Auch Markus Kreuz hat nicht vor, die fertigen Pläne in die hinterste Schublade zu legen: „Wir haben bewusst, die Planungen vorangebracht, damit wir jederzeit aktiv werden können. Es gibt halt im Moment nur ein kleines Problem: das Geld.“ 

In die Überlegungen mit einfließen lassen will Kreuz aber auch die aktuell laufenden Untersuchungen, ob die Evora-Arena der Hammer SpVg für höhere Spielklassen tauglich gemacht werden kann. 

„Sobald dieses Gutachten vorliegt, vermutlich im März oder April, können wir uns zusammensetzen und weiter beraten“, so der Kämmerer. Das Finanzierungsproblem wird aber wohl nur schwer aus der Welt zu schaffen sein.

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