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Heilende Düfte aus Kopfkissen made in Hamm-Berge

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Von: Svenja Jesse

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Tief einatmen: Die „OuiHerba“-Kissen gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Die kleinen Berge hat sich die Designerin sogar schützen lassen.
Tief einatmen: Die „OuiHerba“-Kissen gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Die kleinen Berge hat sich die Designerin sogar schützen lassen. © Reiner Mroß

Bei Kopfschmerzen oder Einschlafproblemen kann man zur Tablette greifen, oder man versucht’s mit Duftkissen. Denn: Verschiedene Kräuter und Gerüche können helfen, Symptome zu lindern. Das weiß auch Esther Lappe. Die 40-Jährige hat sich vor ein paar Monaten mit ihrem Online-Shop „OuiHerba“ selbstständig gemacht. Dort verkauft sie Kräuterkissen in verschiedenen Größen und mit verschiedenen Zwecken.

Hamm - „Ich habe eine Kopfschmerzmischung. Die wirkt kühlend, wenn man das Kissen über die Augen legt. Dann habe ich eine Hopfenmischung, die hilft beim Einschlafen, und auch eins, das bei Erkältungen hilft“, erklärt sie. „OuiHerba“ steht für „Ja zur Natur“. Denn alle Inhaltsstoffe sind natürlich, auch bei der Verpackung achtet Lappe auf den Öko-Aspekt. Die Idee zu den mit Zirbe, Salz und Kräutern gefüllten Kissen hat sie aus ihrer Kindheit.

Warme Socke aufs Ohr

„Ich komme gebürtig aus Ungarn. Bei Ohrenschmerzen hat mir meine Mutter immer eine warme Socke mit Salz aufs Ohr gelegt. Anstelle der Zwiebelsäckchen, wie man es hier macht. Und es hat immer geholfen“, erklärt die 40-Jährige. In ihrer Heimat sei es üblich, verschiedene Kräuter mit Salz zu mischen zu verschiedenen Zwecken. „Ich habe das also nicht neu erfunden. Allerdings habe ich meine eigenen Mischungen entwickelt und sie Freunden zum Ausprobieren gegeben. Ich habe auch mit unserer Kinderärztin und einer Apothekerin gesprochen, um sicher zu gehen, welche Mischungen bei Kindern benutzt werden dürfen“, erklärt sie. Wichtig ist ihr dabei: „Ich bin keine Heilpraktikerin und auch keine Apothekerin. Mir und meiner Familie helfen die Kräuterkissen. Ich habe auch schon welche an eine Naturheilpraxis verkauft, die sie zur Therapie benutzen. Aber es ist natürlich kein medizinisches Produkt.“

Echte Handarbeit sind die kleinen Kissen.
Echte Handarbeit sind die kleinen Kissen. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Jedes Kissen wird von ihr in Handarbeit in ihrer Nähstube im heimischen Keller hergestellt. Vom Bezug mit bunten Tiermotiven oder schlichten Blütenmustern bis zum Kräutersäckchen, für das sie jede Mischung einzeln herstellt. „Ich achte immer darauf, dass die Kräuter arzneizertifiziert sind“, sagt Lappe. Die Kissen gibt es in verschiedenen Größen und Formen. „Für die Augen habe ich ein längliches Kissen, ansonsten haben die Kissen eine Bergform. Dafür habe ich auch gerade einen Designschutz beantragt“, erklärt sie.

Mit Masken fing alles an

Angefangen hatte alles mit der Pandemie 2020. „Ich habe schon immer gerne genäht und habe Modedesign gelernt. Deshalb habe ich damals angefangen, Masken zu nähen. Dann ging es weiter mit Schultüten aus Stoff und dann habe ich überlegt, was man sonst noch machen kann“, erzählt Lappe.

Über Social Media hat sie bereits einige Bestellungen erhalten. Damit die Päckchen auch rechtzeitig vor Weihnachten ankommen, packt auch die Familie mal mit an. „Mein Mann ist schon ein richtiger Befüllprofi“, sagt Lappe. Über die Feiertage wird sie keine Bestellungen annehmen. Für das neue Jahr hat sie aber schon einige Ideen.

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