Rhynern ist nicht besonders fahrradfreundlich

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Wenig attraktiv für Radfahrer: Die Treppe auf dem Willi-Bonnemeier-Weg wird als Hindernis angesehen.

Fahrrad statt Auto. Im Sinne des Klimaschutzes ist dies zweifelsfrei sinnvoll. In Rhynern lassen dies die kurzen Entfernungen für kleinere Erledigungen auch eigentlich zu. Doch fahrradfreundlich sei Rhynern auf keinen Fall, finden die Rhyneraner.

Rhynern - Wer mit dem Fahrrad kurz zur Bank, zum Drogeriemarkt oder zum Bäcker möchte, der ist vermutlich genauso schnell am Ziel, muss keinen Parkplatz suchen und tut etwas für sich und die Umwelt. Allerdings begibt er sich zumindest auf den engen Hauptstraßen in Rhynerns Ortskern auf eine zum Teil gefährliche Mission. Der Durchgangsverkehr nimmt immer weiter zu. Die Angebotsstreifen am Fahrbahnrand werden von Autofahrern gerne übersehen. Sie überholen trotz Gegenverkehrs und scheren kurz vor dem Fahrradlenker wieder ein.

Bei parkenden Autos öffnen sich unvermittelt die Autotüren. Mangels Platz wird sich im Dorfkern die Situation für die Radfahrer aber wohl kaum verbessern lassen, und die Hoffnung auf mehr Rücksicht aller Verkehrsteilnehmer aufeinander ist wohl auch eher gering. Aber es gebe darüber hinaus auch andere Bereiche, die schleunigst fahrradfreundlicher gestaltet werden müssten und könnten, findet ein Bürger aus Rhynern, der sich in der WA-Redaktion gemeldet hat, namentlich aber nicht genannt werden möchte. 

Dreiländereck als Anziehungspunkt

Das Dreiländereck ziehe immer mehr Bürger an. Die Realschule besuchen viele Kinder und Jugendliche aus Rhynern. Der Rewe-Markt dient der Nahversorgung. Die neue Sparkasse entsteht. Und auch hier ist die Verkehrsdichte bereits groß. Mit dem Bau des Haltepunktes dürfte dies noch einmal zunehmen. „Und wie komme ich mit dem Fahrrad dorthin?“, fragt sich der Rhyneraner. Am sichersten über den Willi-Bonnemeier-Weg – wenn da nicht dieses Hindernis Treppe wäre. „Dazu ist es notwendig einerseits die Fahrradtreppe endlich auszubauen, sodass Schulkinder, als auch Senioren und gegebenenfalls klimafreundliche Rewe-Besucher und Pendler dieses Hindernis überwinden können“, lässt er eine alte Diskussion wieder aufleben. Die Alternative zur Treppe ist der Weg über den Rhynerberg, wo sich eine ähnliche Situation mit Bedarfsstreifen wie im Dorfkern darstellt – also alles andere als ungefährlich. „Es wäre halt schön, wenn der Weg von Rhynern ins Dreiländereck auch im Sinne des Klimaschutzes sicherer und attraktiver gestaltet werden könnte“, wünscht der Radfahrer. Denn immerhin wäre so auch ein Anschluss an den Radweg auf der alten Bahntrasse bis McDonald´s geschaffen. 

Statt eines reinen Fußweges, könnte an der Alten Salzstraße ein kombinierter Rad- und Fußweg ausgeschildert werden.

Letztlich sei dies nur ein Beispiel, auch an anderen Stellen im Ort müsse die Situation für Radfahrer verbessert werden. Hierzu wünscht sich der Bürger, mehr Ideen und Kreativität von der Lokalpolitik, auch um mehr Autos von der Straße zu bekommen.

Kurzfristig umsetzbare Verbesserungen

Kurzfristig umsetzbare Verbesserungen für den Radfahrer wäre die Freigabe des Bürgersteigs am Rhynerberg zwischen Südfeldweg und Kreisverkehr. Des Weiteren wäre es denkbar, den Gehweg an der Alten Salzstraße zu einem kombinierten Geh- und Radweg umzuwidmen. Der Patt zwischen Weingarten und Eulenplatz bietet ausreichend Platz und wäre deutlich sicherer als der Angebotsstreifen auf der Straße.

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