Ausweichstrecke im schlechten Zustand 

Ramponierter Hellweg: Warten auf Umgehung oder Zwischenlösung?

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Der Hellweg ist eine beliebte Ausweichstrecke in die südlichen Stadtteile und umgekehrt. Entsprechend stark beansprucht sieht die Straße auch aus. Die Grünen fordern jetzt eine schnelle Lösung.

Berge - Täglich nutzen durchschnittlich rund 4.500 Fahrzeuge (Stand einer Zählung von 2015) den Hellweg in Berge. Entsprechend ramponiert sieht die Asphaltdecke im Streckenabschnitt zwischen Kreisverkehr am Ehrenmal und dem Bahnübergang aus. Dass das erst einmal so bleiben soll, damit sind nicht alle einverstanden. 

Die Grünen im Stadtbezirk Rhynern wünschen sich Maßnahmen zur Verbesserung der dortigen Situation. Der Hellweg hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Verbindungsstrecke zwischen Stadtmitte und südlichen Außenbezirken bis zu den Autobahnauffahrten in Rhynern und Hilbeck entwickelt. Pkw und Transporter nutzen die Straße, zudem wird sie von Linien- und Einsatzbussen mit über 30 Fahrten pro Tag genutzt. Die vielen Risse und Löcher in der Asphaltdecke erhöhen den ohnehin starken Lärm für die Anwohner.

Warten auf Umgehungsstraße und Brücke

Das Problem ist der Stadtverwaltung sehr wohl bekannt. Der Straßenausbau Hellweg taucht auch im Haushalt auf, allerdings nicht für die beiden kommenden Jahre 2019 und 2020. Erst ab 2022 und 2023 sind erste Summen aufgeführt. Mit der Durchführung der Maßnahme ist erst in den danach folgenden Jahren zu rechnen. Sie würde dann im Zusammenhang mit der Beseitigung der beiden Bahnübergänge Hellweg und Ostdorf stehen. Stattdessen soll eine neue Umgehungsstraße mit Brückenbauwerk über die Bahn entstehen. Die Stadt plant derzeit die Route. Der Hellweg würde dann quasi einen Bogen um den jetzigen Bahnübergang machen. Die Brücke befindet sich zwischen den genannten Übergängen.

Wie sicher sind die Prognosen?

Bis dies umgesetzt wird, vergehen allerdings mindestens noch fünf Jahre. Das entspricht weiterhin der Prognose, die vor zwei Jahren aufgestellt wurde. Zudem wurde dieser Zeitraum Anfang des Jahres bei einem Ortstermin mit Vertretern der Deutschen Bahn und der Grünen bestätigt. Der Bau der Brücke ist Teil des Maßnahmen-Pakets der Bahn zum Ausbau der Strecke Hamm-Paderborn-Soest. Dazu gehört übrigens auch der Bau des Haltepunktes Westtünnen. Entsprechend skeptisch müssen die zeitlichen Prognosen am Hellweg betrachtet werden.

Grüne fordern Zwischenlösung

Aber selbst die anvisierten fünf Jahre wollen die Grünen nicht warten. Es sei angebracht, eine Zwischenlösung anzustreben. „Größerflächige Instandsetzungen“ seien wünschenswert, regt die Partei an. Aber auch Verkehrsbeschränkungen wären überlegenswert, um die Belastung für die Anwohner zu reduzieren. Eine Antwort der Stadtverwaltung auf diese Anregung der Grünen steht noch aus.

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