Neue Serie: Was braucht Rhynern?

Frust an der A2-Auffahrt: Was hilft gegen den Dauerstau auf der B63?

Ein alltägliches Bild: Rund um die Anschlussstelle zur Autobahn 2 staut sich der Verkehr auf der Bundesstraße 63 in Rhynern.
+
Ein alltägliches Bild: Rund um die Anschlussstelle zur Autobahn 2 staut sich der Verkehr auf der Bundesstraße 63 in Rhynern.

Tausende Autofahrer stehen täglich auf der B 63 im Stau - die Anschlussstelle zur A 2 ist stundenlang verstopft. Gibt es Lösungen für den Dauerstau?

Rhynern – Liegt es an vielen Ampeln, an deren Schaltung? Sind es die großen Logistikunternehmen im Gewerbepark? Sind es Pendler aus dem Kreis Soest und dem Sauerland? Vielleicht alle zusammen. Klar ist: Der Dauerstau auf der B63 an der Anschlussstelle A2 geht vielen Autofahrern gehörig auf die Nerven.

StraßeB63
Länge41 Kilometer von Drensteinfurt bis Wickede (Ruhr)
Baujahre1826/27
Verkehrsbelastung an Anschlussstelle A214.000 Kfz/Tag (Stand: 2018)

Dauerstau auf der B 63: A 445 könnte Abhilfe schaffen

Die Situation ist für viele Menschen in Hamm und Umgebung unerträglich. Der tägliche Stau auf der B63 macht sich auch auf den Nebenstrecken bemerkbar und mindert die Wohnqualität in Rhynern.

Der große Hoffnungsträger ist der Weiterbau der Autobahn 445 als Lückenschluss zwischen Werl und Hamm. Laut Verkehrsbericht von 2018 wird erwartet, dass die Zahl der Kraftfahrzeuge auf der B 63 zwischen Werl und Hamm von 14.000 am Tag auf 5000 sinken wird, weil demnächst die A 445 den Verkehr aufnehmen wird. Das dürfte die Kreuzungsbereiche auf der B 63 deutlich entlasten. Gleichzeitig wird vor allem der Lkw-Verkehr über die neue Landesstraße 667n – die wird als Autobahnzubringer zwischen Bönen und Rhynern gebaut – direkt auf die Autobahn geführt. Auch das wird die Kreuzungen auf der B63 entlasten.

Dauerstau: Das Hauptproblem sind zu viele Autos

Das Hauptproblem aber wird immer bleiben: Es sind zu viele Autos unterwegs. Und das lässt sich vor allem dann lösen, wenn mehr Leute auf die Bahn umsteigen. Und dafür gibt es eine Perspektive.

Einst gab es einen Bahnhaltepunkt im Bezirk Rhynern: Den Bahnhof „Rhynern“ in Osttünnen. Die Deutsche Bahn gab ihn 1981 auf, zu wenige Fahrgäste. Fast zeitgleich begannen die Diskussion und schließlich die Planung für einen Haltepunkt ein paar Hundert Meter weiter in Westtünnen. 40 Jahre später wird das Projekt Realität. Die Prognose: Rund 1000 Fahrgäste werden hier am Tag ein- und aussteigen.

Stau in Rhynern: Bevölkerungszahl sinkt, Zahl der Autos steigt

Der Stadtbezirk Rhynern ist in dieser Zeit gewachsen. Während die Bevölkerungszahl mittlerweile stagniert, scheint die Zahl der Kraftfahrzeuge unentwegt zu steigen. Die Straßen werden immer voller. Ein Schlüssel zur Verringerung des Verkehrs könnte der Haltepunkt sein.

So wird der Bahnhaltepunkt in Westtünnen aussehen: In etwa baugleich mit dem kleinen Bahnhof in Unna-Lünern wird die Station in Westtünnen erstellt.

Schüler, Berufstätige, Shoppende und Pendler erreichen innerhalb von fünf Minuten die Innenstadt samt Bahnhof oder sind in einer Viertelstunde in Soest. Mit einer guten Busanbindung und attraktiven Radwegen (beides ist in der Planung) könnte der Haltepunkt dazu beitragen, dass zumindest der Kurzstrecken-Verkehr reduziert wird. Das dürften vor allem die Anwohner der Werler Straße in Berge zu spüren bekommen. 24.000 Fahrzeuge fahren hier täglich her.

(Update: Diese Umfrage ist beendet.)

Mehr zum Thema lesen Sie in der Print-Ausgabe des Westfälischen Anzeigers vom 25. März. Der nächste Schwerpunkt unserer Serie „Was braucht Rhynern?“ erscheint am 8. April im Print und Online. Dann geht es um den Einzelhandel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare