Feuer zerstört Toilette der Hellwegschule

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Die Feuerwehr schätzt, dass ein Schaden in Höhe von 50.000 Euro an der Hellwegschule entstanden ist. Die Papiercontainer waren Ausgangspunkt des Brands und kaum noch zu erkennen, als die Feuerwehr eintraf.

Berge - Der Unterricht in der Hellwegschule lief am Montag nur (fast) wie immer ab.  Der Grund: Mülltonnenbrand in Gebäudenähe. Diese Alarmierung ließ die Feuerwehr am Samstagmorgen mit einem großen Aufgebot nach Berge zur Grundschule ausrücken. Und tatsächlich: Die Flammen hatten bereits auf das Gebäude übergegriffen, als die Brandschützer eintrafen. Am Ende war das Feuer aber schnell unter Kontrolle, ein noch weiteres Ausbreiten der Flammen sei eher unwahrscheinlich gewesen, meinte Feuerwehr-Chef Ludger Schmidt.

Natürlich nahmen das Lehrerkollegium, die Kinder und die Eltern den Tatort am Montagmorgen mehrfach aus der Entfernung in Augenschein. Nicht nutzbar war einzig das Mädchenklo. Die Mädels wichen daher auf die Toiletten der Turnhalle aus. Außerdem war in einigen Teilen des Gebäudes der Strom abgestellt. Es bestand die Gefahr, dass Löschwasser in Leitungen eingedrungen ist. Wann die Toilettenräume wieder betreten werden können, war zunächst noch nicht klar. Nicht ausgeschlossen, dass übergangsweise ein Toilettenwagen aufgestellt wird. 

Unbekannte hattenin der Nacht zu Samstag an den Müllcontainern, die unterhalb der Toilettenfenster auf der Seite zur Fischerstraße stehen, gezündelt. Die Papierbehälter waren zum Wochenende prall gefüllt, die Leerung stand für Montag an. Dass die Flammen bei etwas späterem Eintreffen der Feuerwehr auf den benachbarten Verwaltungstrakt der Schule hätte übergreifen können, hält Schmidt für unwahrscheinlich. Die Plastik-Papier-Container seien bereits weit heruntergebrannt gewesen. Außerdem hätte es weitere Vorteile gegeben: „Zwischen Container und Gebäude befand sich noch ein Kellereingang. Außerdem ist das Gebäude verklinkert ohne Kunststoff-Isolierungen, die schnell in Brand geraten würden.“ Der größte Schaden sei an den Fenstern entstanden, die bei einer Toilette kleiner und weit oben seien. „Auf dem Dachboden war glücklicher Weise auch nichts gelagert“, erklärt Schmidt. Nun wartet die Schule auf das Ergebnis von Gutachtern. Die Polizei hatte den Schaden auf rund 50 000 Euro geschätzt.

Verbotene Chill-Abende

Es ist nicht das erste Mal, dass die Hellweggrundschule von Vandalen aufgesucht wird. Noch jüngst hatte es Beschädigungen an Fenstern sowie Verschmutzungen der Hauswand gegeben. Und die warme Jahreszeit kommt erst noch. Dann ist das Außengelände attraktiv für sogenannte Chill-Abende, an denen Jugendliche dort Alkohol verzehren. Leere, teils zerbrochene Bierflaschen zeugen nicht selten davon. Die Schulleitung hatte schon mehrfach versucht, eine Einzäunung des Schulgeländes zu erreichen, zuletzt vor ziemlich genau einem Jahr.

Ein Zaun gegen Vandalen 

Die Stadtverwaltung kündigte daraufhin an, tätig zu werden. Eine Einzäunung sei wegen der Gefährdung für Kinder durch Glasscherben sinnvoll. Allerdings sei dies erst im nächsten Doppelhaushalt möglich, für 2017/18 sei kein Geld vorgesehen. Der Zaun würde einen fünfstellige Geldbetrag verschlingen. Die Grundschule in Westtünnen ist noch vor einigen Monaten neu eingezäunt worden. Das hält durchaus einige Vandalen ab, eine generelle Sicherheit gibt es dadurch aber nicht. Im November 2017 brannten dort die Mülltonnen. Das Feuer griff damals aber nicht auf das Gebäude über.

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