Fall Jörn aus Berge: Doch keine Öffentlichkeitsfahndung

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Hamm - Im Fall des vermissten Jörn aus Hamm-Berge wird es nun doch keine Öffentlichkeitsfahndung geben.

Rolle rückwärts im Fall des vermissten Jörn aus Berge: Nachdem die Staatsanwaltschaft Bielefeld vor einer Woche gegenüber unserer Zeitung bestätigt hatte, dass der Onkel des 15-Jährigen nunmehr per Haftbefehl gesucht wird und dass es in den nächsten Tagen zu einer Öffentlichkeitsfahndung nach eben jenem Daniel Brumberg (44) kommen werde, wird letzteres nun nicht mehr passieren.

Begründung: Da eine Vielzahl von Medien auf die Berichterstattung im WAreagiert und ebenfalls verkündet habe, dass Brumberg wegen des Verdachts des sexuellen Kindesmissbrauchs und des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen europaweit zur sofortigen Festnahme ausgeschrieben sei, halte das zuständige Gericht eine Öffentlichkeitsfahndung nicht mehr für nötig. Diese Entscheidung sei „in den letzten Tagen“ getroffen worden, sagte Christoph Mackel, Sprecher der Bielefelder Staatsanwaltschaft, am Freitag gegenüber unserer Zeitung.

Das Bielefelder Vorgehen löste auch in Polizeikreisen Befremden aus. „Man stelle sich vor, der Sohn des Richters wäre verschwunden...“ , hieß es dort etwa. Der 15-jährige Jörn ist ebenso wie sein Onkel seit dem 10. Juni verschwunden. Nach wie vor haben Polizei und Staatsanwaltschaft keinerlei Hinweis auf den Aufenthaltsort.

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