Diskussion über Parkdauer in Rhynerns Zentrum

+
Der Parkplatz zwischen Molkerei- und Kleinbahnstraße in Rhynern.

Rhynern - Begrenzte Parkzeit auf dem städtischen Parkplatz zwischen Molkerei- und Kleinbahnstraße? Das würde längst nicht allen Anwohnern gefallen.

Es ist ein Vorschlag der Stadt Hamm. Mit einem Parkraumkonzept für das Zentrum sollen Dauerparker vertrieben werden, um stets ausreichend Flächen in  Geschäftsnähe vorhalten zu können. Doch mit diesem Vorschlag – und mehr als ein Vorschlag ist es im Moment noch nicht – sind längst nicht alle Bürger einverstanden. Das wurde in der gestrigen Einwohnerfragestunde der Bezirksvertreter-Sitzung deutlich.

Werner Preussner aus Rhynern übergab eine Unterschriftenliste von Nachbarn, die den Parkplatz zwischen Molkerei- und Kleinbahnstraße gerne weiter als kostenfreien Dauerparkplatz sehen möchten. Diese städtischen Stellflächen sind Bestandteil des Konzeptes, das die Stadt Hamm erarbeitet hat und das noch bis zum Mittwoch, 16. Mai, von jedermann eingesehen und kommentiert werden kann. Die Pläne liegen im Bürgeramt in Rhynern aus. 

Vorschlag der Stadt: Die Verweildauer auf dem Parkplatz sollte auf zwei Stunden begrenzt werden – zumindest wochentags zwischen 9 und 18 sowie samstags zwischen 9 und 12 Uhr. Dadurch sollen zu den Einkaufszeiten mehr Parkflächen frei werden. Die Stadt hatte festgestellt, dass der Platz im Schnitt zu 70 Prozent ausgelastet sei. „Meine Beobachtungen sind andere“, so Preussner. „Ich komme auf eine Auslastung von nur 43 Prozent. Vermutlich liegt in der Mitte der passende Wert.“

Preussner machte sich die Mühe und befragte die Anwohner der umliegenden Straßen – also Gerhard-Enters-Straße, Molkereistraße, Kleinbahnstraße. „Die absolute Mehrheit befürchtet, dass durch eine neue Regelung der Parkdruck eben in den Wohnstraßen steigen werde. Schon jetzt sei es schwierig für Besucher, einen Stellplatz zu finden. „Ich sage meinen Gästen immer, parkt dort auf dem öffentlichen Platz“, erklärt Preussner die alltäglichen Abläufe. Die Nachbarschaft bezweifle, dass die Kunden der Geschäfte an der Alten Salzstraße und der Reginenstraße dort ihre Fahrzeuge abstellen, um dann ins Dorf zu laufen.

Werden die Interessen der Geschäftsleute etwa mehr beachtet als die Interessen der Anwohner? Und wieso werden die Anwohner nicht gefragt? Diese Fragen leitete Preussner schließlich gemeinsam mit den Bedenken und Unterschriften seiner Nachbarn – 65 Unterschriften hat er gesammelt – an die Bezirksvorsteherin weiter. Diese fließen nun in die weitere Bearbeitung für das geplante Parkraum-Konzept ein. 

„Das ist genau der Zeitpunkt, an dem wir uns aktuell befinden“, erklärte Bürgeramtsleiter Ralf Jägermann. Die Verwaltung habe einen Vorschlag gemacht, der liege noch bis nächsten Mittwoch zur Diskussion aus, anschließend werde beraten und an einem Ergebnis gearbeitet. Mit der öffentlichen Auslegung werden eben den Bürgern die Möglichkeit gegeben, ihre möglichen Bedenken zu äußern. Das Parkraumkonzept wurde auf Wunsch der CDU-Bezirksfraktion erarbeitet. Die Politiker wollen die Erreichbarkeit der Läden im Ortskern verbessern, um die gute Infrastruktur im Ort aufrechterhalten zu können. Vorschlag der Stadt ist die begrenzte Parkzeit auf einigen Flächen, um die Dauerparker aus dem Zentrum fernzuhalten. Unter anderem gehörte der genannte Parkplatz zu diesen Flächen. „Aber das ist doch eher ein Außenbezirk“, findet Preussner.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare