Dauerparker sollen aus Rhynerns Ortskern verschwinden

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Auch die privaten Flächen wie der Parkplatz am Dohmwirthhof sollen in das Parkkonzept für Rhynerns Ortskern eingebunden werden.

Rhynern - Die Möglichkeit zur Mitsprache erhalten die Bürger Rhynerns in Bezug auf das geplante Parkkonzept im Ortskern. Von Montag, 16. April, bis Montag, 14. Mai, liegen die Pläne im Bürgeramt aus. Zudem sind sie im Internet abrufbar.

Die Problematik rund um den starken Verkehr im Dorfkern und speziell das Parken gehört zu den Dauer-Gesprächsthemen in Rhynern. Auf Wunsch der Bezirksvertreter Rhynerns will die Stadt nun für etwas mehr Ordnung auf den Parkflächen sorgen – zumindest während der Geschäftszeiten. Die Bürger werden dabei im Vorfeld mit ins Boot genommen. Dazu wird das Konzept für einen Monat öffentlich ausgelegt. Es kann von jedermann eingesehen und kommentiert werden. Die Pläne liegen von Montag, 16. April, bis Montag, 14. Mai im Bürgeramt Rhynern aus. Außerdem können sie im Internet unter www.hamm.de/verkehr heruntergeladen werden. Die Einwände der Bürger werden anschließend ausgewertet und gegebenenfalls in der weiteren Planung berücksichtigt. 

Die Stadt stellt sich als gravierende Änderung vor, einen Teil der Parkplätze in Rhynern mit einer zeitlichen Begrenzung zu versehen. Wochentags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr dürfe dann in Zukunft nur noch maximal zwei Stunden geparkt werden. Kontrolliert werden soll dies durch Auslegen der Parkscheibe. Damit sollen die Dauerparker von den Stellflächen „vertrieben“ werden, die in Geschäftsnähe liegen und nach Möglichkeit für Kunden mit schnellen Einkaufswünschen freigehalten werden sollen. Derzeit blockieren viele Angestellte in unterschiedlichen Rhyneraner Büros den ganzen Tag über diese Flächen.

Laut Carsten Gniot, Verkehrsplaner der Stadt, sei es den Berufstätigen zuzumuten, einen etwas längeren Fußweg zum Arbeitsplatz zurückzulegen. Die Rhyneraner Kaufleute, die zum größten Teil in der Werbe- und Interessengemeinschaft Rhynern (WIR) organisiert sind, haben im Vorfeld bei der Ideenentwicklung mitsprechen dürfen. „Wir finden diese Idee wirklich gut. Das käme unseren Kunden sehr entgegen“, findet die Vorsitzende der WIR, Annemarie Jürgenliemke. Angedacht wäre die Umsetzung nicht für den gesamten Ortskern, sondern lediglich für die Bereiche, in denen der Parkdruck zumeist am höchsten ist.

Das ist der nördliche Teil der Alten Salzstraße etwa zwischen Autowerkstatt und Apotheke, die Reginenstraße und der städtische Parkplatz an der Unnaer Straße gegenüber des Getränkemarktes. Außerdem möchte die Stadt gerne die privaten Parkflächen am Dohmwirthhof, an der Volksbank und der Sparkasse mit einbinden. Gleichzeitig würde die Kundenbindung dieser Plätze entfallen. Die Zwei-Stunden-Regelung gilt zudem für zwei kleinere öffentliche Bereiche im Ort. Zum einen „An der Windmühle“, in Höhe des Fernsehgeschäftes und zum anderen an der Unnaer Straße in Höhe des Lottogeschäfts. Die weiteren Parkflächen, unter anderem entlang der Alten Salzstraße, sollen weiterhin frei bleiben, um den Anwohnern weiterhin Parkmöglichkeiten zu bieten. 

Insgesamt gibt es in Rhynerns Zentrum 330 öffentliche und private Parkplätze. Die durchschnittliche Auslastung liegt bei 60 Prozent. Eine Entscheidung über das Parkkonzept fällt erst kurz vor den Sommerferien. Die Bezirksvertretung Rhynern soll am 5. Juli über das Parkraumkonzept abstimmen.

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