„Es gibt keine Alternative“

Corona bremst Narren aus: Auch Karneval in Westtünnen abgesagt

Kolpingsfamilie Westtünnen hat  Kolpingkarneval wegen Corona abgesagt.
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So bunt wie in der vergangenen Session wird es am 6. und 7. Februar 2021 nicht werden in der Von-Thünen-Halle: Die Kolpingsfamilie Westtünnen hat den beliebten Kolpingkarneval aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt.

Kein „Tünnen Helau“, kein Elferrat, keine große Karnevalssause: Abgesagt worden ist jetzt auch der traditionelle Kolpingkarneval Westtünnen, der am 6. und 7. Februar in der Von-Thünen-Halle hätte stattfinden sollen.

Hamm - „Es gibt keine Alternative zur Absage“, sagt der langjährige Sitzungspräsident und Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Günter Rüter, im Hinblick auf die vermutlich noch länger anhaltende Corona-Situation. Damit ist nun auch die zweite große Karnevalsveranstaltung im Bezirk Rhynern gecancelt: Zuvor hatte schon die Karnevalsgemeinschaft St. Regina die Veranstaltung in Rhynern abgesagt. Zudem wird auch der Kolpingkarneval in Braam-Ostwennemar nicht stattfinden. Insofern kommt die jetzt getroffene Entscheidung des Westtünner Kolpingvorstands natürlich nicht überraschend. Dabei wäre jetzt eigentlich die Zeit gewesen, in der die bis zu 100 Akteure die Proben für die Veranstaltungen Anfang des kommenden Jahres aufgenommen hätten.

Die Akteure aus den Reihen der Kolpingsfamilie sind aber bereits über die Absage informiert worden. Dass sie genau wie die Vorstandsmitglieder traurig darüber sind, ist nachvollziehbar. Und dennoch: „Das Verständnis ist da“, betont Rüter. Das gelte nicht nur für die Akteure, sondern auch für die vielen Westtünner, die jedes Jahr zum Karneval in die Von-Thünen-Halle kommen. Die Absage betrifft sowohl die große Gala am Samstagabend, als auch den Kinderkarneval am Sonntag. Der einfache Grund: „Der Karneval lebt vom Mitsingen, Schunkeln und dem Miteinander“, sagt Günter Rüter. Weil all das coronabedingt derzeit nicht möglich und die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass es Anfang 2021 nicht besser wird, sei die Absage alternativlos.

Karneval in Hamm abgesagt: Günter Rüters Jubiläum

Für Günter Rüter persönlich ist das besonders schade: Im kommenden Jahr hätte er sein großes Jubiläum gefeiert. 1971 war der heute 70-Jährige nämlich Karnevalsprinz in Westtünnen. Dass er auch 50 Jahre später noch in vorderster Front dabei ist (als Sitzungspräsident und Organisator) zeigt, dass er aus dem Karneval in Westtünnen nicht wegzudenken ist.

Schade sei, so Rüter, aber auch, dass die Jecken damit im kommenden Jahr auch nicht ihre Runde an Rosenmontag machen können. Denn dann besuchen die Karnevalisten traditionell die Kitas und verschiedene Einrichtungen in Westtünnen. Auch Geschäfte werden bei dieser Tour besucht.

Karneval in Hamm abgesagt: Kleine Veranstaltung?

Ganz auf Karneval verzichten möchte die Kolpingsfamilie dennoch nicht. Sofern die Corona-Situation es zulässt, wolle man sich wenigstens mit den Akteuren zu einer kleinen internen Karnevalsveranstaltung treffen. „Dort könnten die Gruppen etwas aufführen, das sie in diesem Jahr schon gezeigt haben“, erklärt Günter Rüter die Überlegungen. Ob sich die nicht-öffentliche Veranstaltung umsetzen lässt, ist offen. Die Hoffnung darauf besteht aber. Denn: „Wir möchten die Truppe zusammenhalten“, betont der Sitzungspräsident. Die Halle sei ohnehin für den 6./7. Februar 2021 gemietet. Storniert habe man die Anmietung schon deshalb nicht, um den Schützenverein Westtünnen als Eigentümer der Halle zu unterstützen. Finanziell wirke sich die Absage des Karnevals unterdessen für die Kolpingsfamilie nicht aus.

Positiv: Der Termin für den 2022er Karneval steht schon fest: Am 19./20. Februar 2022 soll dann endlich wieder mit Publikum gefeiert werden. Erst dann wird es übrigens auch einen neuen Karnevalsprinzen geben. Durch die Absage für 2021 bleibt Prinz Markus II. (Schwipp) länger als geplant im Amt.

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