Bussarde zeigen sich in Wambeln wieder angriffslustig

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Hubertus Seithe zeigt den Ort der Bussard-Attacke.

Rhynern - Das Bussard-Pärchen von Wambeln hat den Horst am Alleenradweg wieder besetzt und zeigt sich wie im Vorjahr angriffslustig, sobald sich ungebetene Gäste nähern.

Hubertus Seithe wohnt nur wenige Meter Luftlinie vom Horst entfernt an der Scheidinger Straße und dreht gerne kleine Runden mit dem Rad. Dabei hatte er in den vergangenen Wochen bereits beobachtet, dass sich ein Bussard-Pärchen im selben Nest wie 2015 wieder auf die Brut vorbereitet. „Ich gehe davon aus, dass die Jungen nun geschlüpft sind“, erklärt er sich das plötzlich aggressive Verhalten der Greifvögel.

Es war Montagnachmittag dieser Woche. Der Wambelner war alleine mit dem Rad unterwegs und nähert sich dem Baum, in dessen Krone sich das große Nest befindet. Wie aus dem Nichts spürte er plötzlich den Schlag auf dem Hinterkopf. „Es fühlte sich an, als hätte mir jemand mit einer Latte auf den Hinterkopf geschlagen“, beschreibt Seithe. Angenähert habe er sich ihm der Vogel völlig unbemerkt von hinten. „Bis auf ein paar Bluttropfen am Kopf, bin ich unverletzt geblieben“, schildert Seithe, der am Ende des Radweges noch einmal kehrtmachte. Diesmal hatte er einen Stock in der rechten Hand, um sich bei einem erneuten Angriff verteidigen zu können.

Radweg wird erneut teilweise gesperrt

Ein Bussard wie dieser soll für die Angriffe verantwortlich sein.

Die Stadt Hamm geht nach den neuerlichen Attacken nun auf Nummer sicher und wird den vor zwei Jahren mit Landesgeldern gebauten Radweg in diesem Bereich mit Baken und Hinweisschildern sperren. Eine Umleitung wird ausgeschildert. „Die Sperrung wird in etwa vier bis sieben Wochen andauern“, sagt Stadtsprecher Tom Herberg. Bis dahin hätten sich die Elterntiere wieder beruhigt – sofern es überhaupt Nachwuchs gibt. 

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Vorbeugend wollte die Verwaltung nicht tätig werden. Anfang März erklärte sie noch, dass keine Kontrollgänge stattfinden werden und Maßnahmen erst dann ergriffen würden, wenn sich erneut ein Greifvogel dort aggressiv verhalten werde. „Nach jetzigem Stand werden wir dies auch im nächsten Jahr so handhaben“, erklärt Herberg. „Wir werden die Situation im Auge haben, aber wohl nicht vorschnell den Weg sperren“, so Herberg.

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