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S-Bahn am Haken: Waggon aus Berlin landet in Berge in Garten

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Von: Jörg Beuning

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Berliner Stadtgeschichte am Haken: Ein 1928 erbauter S-Bahn-Triebwagen schwebt auf ein Gartengrundstück in Berge ein.
Berliner Stadtgeschichte am Haken: Ein 1928 erbauter S-Bahn-Triebwagen schwebt auf ein Gartengrundstück in Berge ein. © Andreas Rother

Ein Stück Berliner Stadtgeschichte hat nun ihren Platz in Hamm. In einem Garten in Berge steht ein originaler S-Bahn-Waggon. Per Kran schwebte das historische Gefährt ein.

Berge – Den einen Kindheitstraum vom Beruf des Lokomotivführers hat sich Robert Meincke vor einigen Jahren bereits erfüllt. Nun setzte er mit der Erfüllung des zweiten Traums noch eins oben drauf. In seinem Garten an der Schellingstraße in Berge steht nun ein fast 100 Jahre alter Triebwagen der Berliner S-Bahn. Es ist das Gartenhäuschen der etwas anderen Art. Der acht Meter lange Waggon steht auf echten Schienen, die der Bahner zuvor als „Fundament“ in seinem Garten angelegt hatte.

Seit Wochen gibt es im Hause der Meinckes quasi kein anderes Thema mehr. Der gebürtige Berliner Robert hat als aktives Mitglied des Vereins Historische S-Bahn in Berlin den Erwerb des 1928 erbauten Triebwagens auf den Weg gebracht.

16-Meter-Waggon in der Mitte abgeschnitten

Dazu gehören umfangreichen Vorbereitungen., darunter ein Bauantrag, der gestellt werden musste. Um die Abstände zu den Grundstücksgrenzen einzuhalten, wurde der eigentlich 16 Meter lange Waggon in Berlin abgeschnitten. Acht Meter des Abteils wurden schließlich auf einen Schwertransporter geladen, der sich schließlich von Berlin aus auf den Weg nach Hamm machte. Auf der Schellingstraße wartete am Montag ein großer Kran der Firma Franz Bracht, die Straße war für die Zeit des Einsatzes komplett gesperrt.

Der Kran hob zunächst das Fahrgestell über die Hecke auf die Schienen im Garten der Meinckes. Anschließend schwebte der Waggon durch die Berger Luft. Zum Schluss war es Millimeterarbeit, um das Gefährt zu platzieren. Auch wenn die beiden Töchter viel Spaß am neuen Prunkstück das Garten hatten, als Spielhaus für die Kinder sei der Waggon allerdings nicht gedacht, erklärte Mutter Anna. Vielmehr könne sie sich gut vorstellen, hier mit Freunden zu verweilen, einen kleinen Treffpunkt zu etablieren. Detaillierter seien die Pläne aber noch gar nicht.

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