Ortsvorsteher sauer

"Flickwerk": Auf B63 droht Chaos durch Baustelle

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In Hilbeck gibt es am Montag eine vierstündige Baustelle.

Hilbeck - Auf der B63 droht Montag Chaos. Es wird geflickt – und bleibt für den Hilbecker Ortsvorsteher doch nur sprichwörtliches „Flickwerk“. Die Ankündigung kurzfristiger Ausbesserungsarbeiten auf der B63 nennt Ortsvorsteher Karl-Wilhelm Westervoß (CDU) „völlig unzureichend“.

Daher sei er über das Ausmaß der anstehenden Maßnahmen „sehr enttäuscht.“ Dass es am Montag, 9. September, zwischen 9 und 13 Uhr Straßenbauarbeiten geben wird, kündigt der Landesbetrieb Straßen NRW an. Dadurch werde es zu „erheblichen Verkehrsbehinderungen“ auf der B 63 in der Ortsdurchfahrt Hilbeck kommen. 

„Die Arbeiten umfassen die Sanierung abgängiger Kanalschachtabdeckungen im Zuge der Bundesstraße“, teilt der Landesbetrieb mit. Dazu sei eine halbseitige Sperrung der Werler Straße erforderlich. Die Empfehlung: Ortskundige Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich umfahren. 

Umfangreiche Schäden an Bundesstraße

Eine Ankündigung, die Ortsvorsteher Westervoß überrascht hat. Diese Ausbesserungsarbeiten „über unsere Köpfe hinweg“ könnten „nur ein Anfang sein“, fordert der Christdemokrat. Es gebe schließlich umfangreiche Schäden an der Bundesstraße, die es zu dokumentieren und dann auch auszubessern gelte. „Das, was jetzt vorgesehen ist, kann zumindest nicht alles sein.“ 

Westervoß sieht über den Kontakt zum CDU-Landtagsabgeordneten Heinrich Frieling einen Fuß in der Tür für weitere Maßnahmen, „Wir werden da nicht locker lassen“, kündigt der Ortsvorsteher an. 

Bei Autobahn "in die Pötte kommen"

Das gelte auch für den geplanten Weiterbau der A445 von Werl nach Hamm, der die B63 grundsätzlich entlasten soll. „Da müssen wir endlich in die Pötte kommen“, fordert der Ortsvorsteher. Dass der Planfeststellungsbeschluss nun aber doch noch nicht in diesem Jahr vorliegen wird, wertet er zunächst als positives Signal. Denn das könne ja ein Hinweis darauf sein, dass die Planer von Straßen NRW tatsächlich die Lage der Trasse noch mal überdenken. „Wenn sie das ernsthaft prüfen, ist die Verzögerung hinnehmbar.“ 

Nichts unversucht lassen

Dabei solle man nichts unversucht lassen. Die Hoffnung: Straßen NRW verschiebt die Trasse wieder auf die ursprüngliche Linie, nachdem sie zuletzt aus Gründen der Umweltproblematik im Strangbachtal bis auf 100 Meter an Hilbeck herangeschoben worden war.

„Alle Argumente dafür waren mager und nicht nachvollziehbar“, sagt Westervoß. Hilbeck, versichert er, sei zu Kompromissen bereit, „allerdings muss uns das am Ende allen helfen“. Zudem dürfe eines nicht passieren: dass der Autobahn-Weiterbau immer weiter verschoben wird. 

Nicht zweiten Schritt zuerst machen

Ob und wie ein Planfeststellungsbeschluss beklagt werden sollte? Dazu will sich der CDU-Ratsherr erst äußern, wenn der Beschluss tatsächlich vorliegt. „Sonst machen wir den zweiten Schritt vor dem ersten.“

Logischerweise, das weiß er, würde eine Klage für Verzögerungen sorgen. Eines betont Westervoß aber: „Jeder Tag, an dem hier nichts passiert, ist ein verlorener Tag.“

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