Generationswechsel und Neubezug

Aufregender Jahresstart bei der Hugo Schneider GmbH

Simon Alexander Schneider hat mit seiner Firma Hugo Schneider GmbH den Neubau in Rhynern bezogen.
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Simon Alexander Schneider hat mit seiner Firma Hugo Schneider GmbH den Neubau in Rhynern bezogen.

Rhynern – Simon Alexander Schneider wird das Hammer Traditionsbauunternehmen Hugo Schneider GmbH in die Zukunft führen – und das am neuen Standort im Gewerbepark Rhynern. Der Umzug vom Hafen in den Hammer Süden ist zwischen Weihnachten und Neujahr über die Bühne gegangen. Mit dem offiziellen Einzug übernimmt Schneider junior neben seinem Vater, Hans Joachim Schneider, offiziell die Geschäftsführung. Damit will das 1925 gegründete Familienunternehmen in der nun vierten Generation das Bewährte stärken und gleichzeitig neue Wege einschlagen.

Der Generationswechsel in der Geschäftsführung sei auch sinnbildlich für das ganze Unternehmen, sagt Simon Schneider. Denn die kommenden Jahre werden auf vielen Ebenen altersbedingte Veränderungen mit sich bringen. „Nun gilt es, ein Konzept aufzustellen, um den zwangsläufig bevorstehenden Generationsübergang zu meistern“, so der 29-jährige Firmenchef. Dazu gehöre vor allem ein intensiver Wissenstransfer, es dürfe keinen Wissensverlust im Unternehmen durch das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern geben. Gleichzeitig seien er und sein Vater stets bestrebt, neue, gute Arbeitskräfte, besonders in Führungsbereichen, für das Unternehmen zu gewinnen.

Dies sind zum einen qualifizierte Kräfte von außen, wie jüngst eine neue Ingenieurin, die die den Bereich des Hochbaus übernehmen wird sowie eine erfahrene Personalerin aus der Industrie, die die Personalentwicklung und -führung verbessern soll. Zum anderen bringt die Hugo Schneider seit jeher aber vor allem auch eigene aufstrebende Fachkräfte hervor. Fünf bis sieben Auszubildende stellt das Unternehmen jedes Jahr im Bereich des Hoch-und Tiefbaus ein, und das mit einer Übernahme-Garantie. Erstmals waren nun auch zwei Ausbildungsplätze im kaufmännischen Bereich dabei. Darüber beschäftigt die Hugo Schneider auch Werkstudenten bzw. duale Studenten im Bereich des Ingenieurwesens und kooperiert seit Jahren mit der FH Münster. Dabei wird viel Wert darauf gelegt, die jungen Menschen auf das Berufsleben vorzubereiten, indem das theoretisch erlernte Wissen direkt in die Praxis umgesetzt wird.

Denn ein gutes Team aus jungen, motivierten Mitarbeitern sei ein wichtiger Baustein, um das Unternehmen auch in der Zukunft gut aufgestellt zu sehen und das Wachstum weiter voranzutreiben, was Simon Schneider als Ziel ausgibt. Ohne das Kerngeschäft, den Tief- und Straßenbau zu vernachlässigen, will die Hugo Schneider GmbH in Zukunft den Blick auch vermehrt auf den Hoch-und Bestandsbau legen. Bauprojekte privater und gewerblicher Auftraggeber und schlüsselfertiges Bauen als Generalunternehmer seien Bereiche, in denen sich die Neu-Rhyneraner deutlich breiter aufstellen wollen. Der in 2021 anstehende Umbau des Wohn- und Geschäftshauses Auf dem Tigge/Reginenstraße in Rhynern solle zum Beispiel weitestgehend mit eigenen Mitarbeitern umgesetzt werden.

Der Einzug in die neue Firmenheimat am Oberallener Weg wirke wie eine Motivationsspritze, um die neuen Ziele anzugehen. Der gesamte Verwaltungsbereich werde digitaler aufgestellt, mobiles Arbeiten mit beweglichen Arbeitsplätzen möglich gemacht. Auch das Homeoffice werde nicht zuletzt durch Corona zu einem Thema werden.

Aber auch in der Lagerhalle hält immer mehr Technik Einzug, zum Beispiel durch ein Bauhof-Management-System, das die digitale Erfassung aller Werkzeuge und Kleingeräte ermöglicht. Im Bau selbst setzt Schneider ebenfalls auf neue Techniken. Im eigenen Neubau in Rhynern kam bereits das System Lumoview der Lumoview Building Analytics GmbH aus Köln zum Einsatz. Dahinter steckt ein Messgerät, welches eine laserbasierte Raumvermessung sowie Wärmebilder aller umliegenden Wände liefert. Das ermöglicht, die Überprüfung auf Schwachstellen bei der Abnahme des Gebäudes um ein Vielfaches zu beschleunigen, zum Beispiel durch Wärmebilder von kritischen Stellen wie Fensterrahmen oder die Fugen des Betonrohbaus.

Bevor die Hugo Schneider GmbH aber voller Tatendrang die neuen Herausforderungen in der neuen Heimat annimmt, wurde der gesamte Betrieb Corona-bedingt zunächst komplett heruntergefahren. „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter hat höchste Priorität. Wir wollen kein Risiko eingehen und ziehen alle Baufahrzeuge zu Wartungszwecken von den Baustellen ab. Sobald es die Lage im Januar hoffentlich wieder erlaubt, werden wir die Arbeiten peu à peu fortsetzen. Darüber hinaus bieten wir Anfang Januar allen Mitarbeitern einen kostenlosen Corona-Schnelltest an,“ so Schneider.

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