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Arbeiten für den Bahnhaltepunkt laufen rund um die Uhr

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Von: Jörg Beuning

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Kampfmitteluntersuchung: Bevor die Arbeiten tief ins Erdreich gehen, wird der Boden noch einmal von Experten untersucht.
Kampfmitteluntersuchung: Bevor die Arbeiten tief ins Erdreich gehen, wird der Boden noch einmal von Experten untersucht. © © Andreas Rother

Das Zeitfenster ist klein. Bis zum 10. Dezember, also noch knapp zwei Wochen, können sich die Arbeiter auf den Bahngleisen in Westtünnen frei bewegen. Solange besteht die Sperrpause, in der kein Zugverkehr auf der Strecke zwischen Hamm und Soest unterwegs ist. Entsprechend wird gefühlt jede Minute genutzt, um mit den Arbeiten voranzukommen – auch nachts, so dass sich auch Ruhestörungen nicht immer vermeiden lassen.

Westtünnen - Am Montag ergänzten Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes die Bautrupps vor Ort. Gleich mit drei Fahrzeugen rückte die Firma Nolte Services an und startete mit Sondierungsbohrungen. Auch wenn das Grundstück bereits vor zwei Jahren aufgrund von Verdachtsfällen aus Luftbildaufnahmen untersucht worden war, so wird die Suche nach möglichen Munitionsresten aus dem Zweiten Weltkrieg aus Vorsichtsgründen noch einmal wiederholt und intensiviert. Denn bei den derzeitigen Arbeiten geht es ziemlich in die Tiefe. Es handelt sich um Vorarbeiten für die spätere Bahnunterführung „Südfeldweg“, da geht es bis zu acht Meter rein ins Erdreich. „Bevor die Spundwände in den Boden gerammt werden, kontrollieren die Experten noch einmal den Boden“, erklärt Stadtsprecher Tom Herberg. Die Eisenbahnstrecke war häufig ein Ziel der Bombenangriffe.

Gesperrt: Der Bahnübergang Dierhagenweg kann derzeit wegen Kanalbauarbeiten des Lippeverbandes nicht genutzt werden.
Gesperrt: Der Bahnübergang Dierhagenweg kann derzeit wegen Kanalbauarbeiten des Lippeverbandes nicht genutzt werden. © © Andreas Rother

Parallel dazu lässt der Lippeverband Kanalbauarbeiten unterhalb des Übergangs „Dierhagenweg“ durchführen. Dieser ist daher seit einigen Wochen voll gesperrt. Wann er wieder geöffnet wird, lässt sich noch nicht absehen.

Bis zum 10. Dezember läuft die Sperrpause auf der Bahnstrecke. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Arbeiten am Bahnübergang bis dahin beendet sind. Die Stadt Hamm wird bei der Bahn vorsprechen, dass der Übergang bei längeren Baupausen geöffnet wird. Der Dierhagenweg ist ein Schulweg, der nicht zuletzt durch die Beleuchtung an Attraktivität gewonnen hat. Derzeit werden Fußgänger und Radfahrer über Telemannstraße, Bahnunterführung Heideweg und Von-Thünen-Straße umgeleitet, da Verdistraße und Südfeldweg aufgrund der schmalen Fahrbahn und des Baustellenverkehrs zu gefährlich wären. Die nächste Sperrpause für den Bau der Unterführung ist übrigens für August 2022 vorgesehen.

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