Neues Sportstadion brächte Papenloh-Pläne in Gefahr

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Die Anwohner rund um den Sportplatz Papenloh leiden unter der starken Frequentierung des Vereinsgeländes von Westfalia Rhynern. Ein Nachbar will nicht länger auf eine Lösung warten.

Rhynern - Mit Sorgenfalten auf der Stirn beobachtet Peter Gendreiko derzeit die Diskussion über den Bau eines großen Stadions in Hamm. Denn der Nachbar zum Sportplatz Papenloh befürchtet, dass damit die Planungen zum Umzug des SV Westfalia Rhynern an den „Tünner Berg“ auf Eis gelegt werden.

Und eine weitere Wartezeit will der Rentner weder sich, seiner Nachbarschaft noch dem Sportverein zumuten. Denn für ihn sei es augenscheinlich, dass die Sportanlage am Papenloh mit den infrastruktuellen Gegebenheiten der Größenordnung der Fußballabteilung nicht gewachsen ist.

Die täglichen Abläufe und die Probleme erlebt er direkt vor seiner Haustür. „Von Montag bis Freitag herrscht hier von 16.30 bis 22 Uhr ein Kommen und Gehen“, beschreibt Gendreiko den normalen Trainingsbetrieb.

Chaos zu Stoßzeiten 

Vergleichbar mit der Situation vor Schulen werden die Kinder und Jugendlichen von ihren Eltern bis vor die Tür gefahren, entsprechend chaotisch ging es in Stoßzeiten zu.

„Und samstags und sonntags setzt sich das Ganze morgens ab 8 Uhr fort“, so Gendreiko. Störend für die Anwohner seien der ewige Lärm, die Parksituation („unsere Einfahrten werden nicht selten zugestellt“), aber auch der Müll, der sorglos in den angrenzenden Gärten entsorgt werde, führt Gendreiko an.

Dem SV Westfalia macht er dabei keinen Vorwurf. Dass viele Menschen zum Papenloh kommen, sei nunmal die Folge der guten Jugendarbeit im Verein, meint er. Vielmehr tut ihm der Verein sogar ein wenig leid: „Die Verantwortlichen werden ja auch seit Jahren vertröstet und können nicht planen.“

So leide seiner Meinung nach auch das Erscheinungsbild der Wohnsiedlung rund um den Papenloh, da wenig ansehnliche Container als Kabinen aufgestellt wurden und auch am Sportheim dringend notwendige Renovierungsarbeiten nicht in Angriff genommen werden. „Es heißt ja seit Jahren, eine neue Lösung kommt“, so Gendreiko.

Westfalia-Umzug notwendig 

Und diese Lösung sieht der Anwohner durch die aktuelle Diskussion um ein neues Stadion für die Stadt wieder in weite Ferne. „Es ist doch längst erkannt worden, dass der Westfalia-Umzug dringend notwendig ist. Das ist uns Anwohnern versprochen worden.

Warum wird dann der dritte Sportplatz, der am Tünner Berg neu gebaut werden müsste, nicht einfach für höhere Ligen tauglich gemacht? Da könnte man doch sogar Geld sparen“, kann der Senior die Gedanken der Politiker nicht nachvollziehen. „Gelder sind in der heutigen Zeit günstig zu erhalten. Daher muss jetzt endlich etwas passieren, damit wir Nachbarn wieder zur Ruhe kommen“, fordert Gendreiko. „Aber vielleicht fehlen Rhynern einfach die nötigen Fürsprecher bei der Stadt“, vermutet er.

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