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An der Windmühle in Rhynern: Kanalbauarbeiten vor dem Abschluss

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Von: Jörg Beuning

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In den letzten Zügen: Die Kanalbauarbeiten auf der Straße „An der Windmühle“ sind bis Ende Oktober beendet.
In den letzten Zügen: Die Kanalbauarbeiten auf der Straße „An der Windmühle“ sind bis Ende Oktober beendet. © Robert Szkudlarek

Die Baumaßnahme „An der Windmühle“ in Rhynern geht in die nächste Phase. Zum Ende des Monats Oktober wird der Lippeverband seine Kanalbauarbeiten beendet haben. Anschließend beginnt der eigentliche Straßenausbau unter der Federführung der Stadt Hamm. Dazu wird die Baustelle wieder zur Einmündung „Bördenweg“ verlegt.

Rhynern – Seit März 2021 wird auf der Straße, die das Dorf Rhynern mit dem Gewerbepark verbindet und an die Carl-Orff-Schule grenzt, gebaut. Die Straße ist im jeweiligen Bereich der Arbeiten vollständig gesperrt. Der Lippeverband lässt einen neuen Hauptkanal verlegen und schließt die Häuser wieder an. Diese Arbeiten wurden in drei Phasen durchgeführt: Vom Bördenweg bis zur Kleinbahnstraße, im dortigen Kreuzungsbereich und schließlich bis zur Vöhde. Dort sind die Arbeiter mittlerweile angekommen und werden in den kommenden Tagen ihren Teil der Großmaßnahme abschließen. Damit ist der Lippeverband voll im Zeitplan. Anfang November war als Zieltermin kommuniziert worden.

Dorfeinwärts wandert die Baustelle ab November.
Dorfeinwärts wandert die Baustelle ab November. © Robert Szkudlarek

In der ersten November-Woche starten dann nun die ebenfalls umfangreichen Arbeiten zum Erstausbau der Straße, parallel dazu führen die Stadtwerke die Verlegearbeiten für die Wasser- und Energieversorgung durch. Diese beginnen im Kreuzungsbereich Bördenweg/An der Windmühle/Reinhard-zu-Rhynern-Straße. Das heißt, dass die Straße im Kreuzungsbereich wieder komplett gesperrt sein wird. Die Baustelle wird dann in den Folgemonaten wieder in Richtung Gewerbepark wandern.

Die Bushaltestelle vor der Grundschule wird für die kommenden Woche wieder auf die Kleinbahnstraße nahe der Rhynernhalle hinter der Schule provisorisch verlegt, damit dort die Schulkinder ein- und aussteigen und über den Lehrerparkplatz die Schule bequem und sicher erreichen können. Entlang der Kleinbahnstraße gilt während dieser Zeit wie schon bei der ersten Bauphase im Frühjahr ein beidseitiges Halteverbot. Als „Eltern-Haltemöglichkeit “ steht der Parkplatz an der Unnaer Straße/Ecke Kleinbahnstraße zur Verfügung. Fußgänger können die Schule jederzeit auch über die Straße „An der Windmühle“ erreichen.

Die Straße „An der Windmühle“, wird nicht nur (endlich) eine neue Asphaltdecke erhalten, sondern sie wird ein völlig neues Erscheinungsbild bekommen. Es werden unter anderem neue Gehwege erstellt, Parkstreifen geschaffen und die Bushaltestellen behindertengerecht gebaut. Einige Bäume werden weichen müssen, andere werden neu gepflanzt.

Die Maßnahme ist bei den Anwohnern nicht alleine wegen der hohen Beteiligungskosten umstritten. Sie finden den Ausbau insgesamt zu übertrieben. So würden zum Beispiel Gehwege erstellt, die ohnehin nahezu gar nicht genutzt werden, wie die Erfahrung der vergangenen Jahre gezeigt habe. Die Kosten würden unnötig in die Höhe getrieben, für Anwohner und Stadt Hamm, die mit der anliegenden Grundschule den größten Batzen übernehmen muss.

In diesem Zusammenhang kritisieren die Anwohner auch die schlechte Kommunikation mit der Stadtverwaltung. So seien in der Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretersitzung im Juni 2020 etliche Fragen von Anwohnern gestellt worden, die bis heute nicht beantwortet worden seien.

Die Gesamtmaßnahme wurde mit rund 2,5 Millionen Euro kalkuliert, wovon rund 1,5 Millionen Euro auf den Straßenbau (Stadt Hamm und Anlieger), rund 770 000 Euro auf den Kanalbau (Lippeverband) und rund 210 000 Euro auf die Leitungsarbeiten der Stadtwerke entfallen. Die Fertigstellung ist für Herbst 2022 geplant.

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