Noch eine Ampel: Landesbetrieb plant Rotlicht als Abbiegelösung an der B63 in Werl

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Der Blick aus dem Iwering auf die B 63: Hier staut sich der Verkehr oft massiv zurück. Nun soll eine Ampel helfen. Die war eigentlich erst bei der Verlängerung des Hanserings, der gegenüber des Iwerings auf die B 63 treffen wird, vorgesehen.

Werl - Die „eingefädelte“ Lösung einer Einfädelungsspur auf der B 63 funktioniert nicht. Nun soll doch eine Ampel die Probleme der K-18-Einmündung (Iwering) auf die B 63 zwischen Werl und Hilbeck lösen. Das teilt der Landesbetrieb Straßen auf Anfrage mit.

Eine Ampel soll demnach die Rückstauungen auf dem Iwering beenden, sagt Oscar Santos, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen NRW Meschede. Zwar sei klar, dass das den Verkehrsfluss auf der bevorrechtigten Bundesstraße hemmen wird. Aber eine andere Lösungsmöglichkeit gebe es nicht. Zuletzt hatte der Landesbetrieb eine Einfädelspur auf der Bundesstraße 63 in Fahrtrichtung Hamm favorisiert, um die Wartezeit von Autofahrern, die vom Iwering (K 18) links auf die B 63 abbiegen wollen, zu verkürzen.

Sie sollten zunächst auf diese Spur fahren, um sich von dort später in den fließenden Verkehr Richtung Hamm einzuordnen (wie berichtet). Aber der schon früh befürchtete Haken wurde zum Problem: Gegenüber dem Iwering trifft ein Wirtschaftsweg auf die B 63. Und für den gibt es auf der Bundesstraße für den aus Hamm kommenden Verkehr eine Linksabbiegespur.

Landwirte: Spur ist unverzichtbar

Nachdem der Anzeiger darüber berichtet hatte, dass diese Spur beseitigt werden könnte, habe es zahlreiche Meldungen von Landwirten gegeben, die die Unverzichtbarkeit der Einbiegespur auf den Feldweg betont hätten, sagt Santos. Damit war die zusätzliche Einfädelspur für Linksabbieger aus dem Iwering hinfällig – und die Ampellösung rückte in den Fokus. Die „Tendenz“ gehe nach neuerlichen Beratungen beim Landesbetrieb nun klar in diese Richtung.

Damit greife man einem späteren Ampel-Bau an dieser Stelle ja auch nur vor. Denn es gibt fertige Pläne, den Hansering (K 18n) im Werler Norden zu verlängern. Der wird im weiteren Verlauf gegenüber dem Iwering auf die B 63 treffen, sodass hier eine echte Kreuzung entsteht. Allerdings könne der Kreis noch keine Aussage machen, wann die Hansering-Verlängerung und damit der Ampelbau kommt.

Möglich, dass Ampel in einem Jahr steht

„Wir bauen die Ampel also nur früher“, sagt Santos. Wenn beim Landesbetrieb die endgültige Entscheidung gefallen ist, werde man das Gespräch mit der Stadt Werl als anordnende Behörde suchen. Realistisch sei, dass die Ampel in einem Jahr steht. Die Maßnahme soll das Problem beheben, dass es vom Iwering aus wegen des hohen Verkehrsaufkommens auf der Bundesstraße oft kaum möglich sei, auf die B 63 vorwiegend Richtung Hamm zu kommen. 2017 hatte es nach anhaltenden Beschwerden einen Ortstermin am Einmündungsbereich gegeben.

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