Zugang zur Wohnung verschafft

Abgelenkt und abgezockt: Betrügerinnen bestehlen 81-Jährige

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Gauner im Hausflur - die Polizei rät, immer durch den Türspion zu sehen und die Tür nicht zu öffnen.

Hamm - Aus aktuellem Anlass warnt die Hammer Polizei erneut eindringlich vor Haustürbetrügern. Am Dienstagnachmittag hatten sich zwei Frauen Zugang zur Wohnung einer 81-jährigen Frau in Westtünnen verschafft und Schmuck gestohlen.

Die beiden Frauen sollen an der Tür der Seniorin in der Menzelstraße geschellt und so in den Hausflur des Mehrfamilienhauses gelangt sein. An der Wohnungstür bat eine der Fremden dann um einen Zettel, woraufhin die Bewohnerin sie in ihre Küche bat. 

Dort holte die Unbekannte nach Polizeiangaben einen Vorhang hervor, den sie in den Türrahmen hielt und damit den Blick in den Flur versperrte. Das nutzte offenbar ihre Komplizin, um durch die noch geöffnete Wohnungstür ebenfalls hereinzukommen und aus dem Schlafzimmer Schmuck zu entwenden. 

Die erste Frau wird als etwa 35 Jahre alt, etwa 1,60 Meter groß und schlank beschrieben. Sie soll dunkle, schulterlange Haare und eine Brille getragen haben. Sie ist möglicherweise Osteuropäerin. Die zweite Frau soll ähnlich ausgesehen haben, aber etwa 40 Jahre alt sein. Diese Frau war mit einem schwarzen, glänzenden Mantel bekleidet. 

Offenbar trafen die beiden Täterinnen vor dem Haus noch eine dritte, blonde, Frau. Hinweise zu dem Trio erbittet die Polizei unter der Telefonnummer 916-0.

Die Polizei rät: 

  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung!
  • Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder mit einem Blick durch das Fenster an und machen Sie von Ihrer Gegensprechanlage Gebrauch. 
  • Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort - legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette vor. 
  • Ziehen Sie telefonisch Nachbarn hinzu, wenn Unbekannte vor der Tür stehen oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn auch eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Wenn jemand angeblich Hilfe braucht, machen Sie an Ihrer Tür das Angebot, nach Hilfe zu telefonieren oder das Gewünschte (ein Glas Wasser, Schreibzeug) herauszureichen und halten Sie dabei die Tür geschlossen. 
  • Nehmen Sie nichts für Nachbarn ohne deren Auftrag oder Ankündigung entgegen. 
  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. 
  • Pflegen Sie Kontakt zu älteren Nachbarn/Mitbewohnern. Machen sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen und übergeben Sie für solche Fälle Ihre Telefonnummer. 

Falsche Polizisten, falsche Gewinne, falsche Enkel

Immer wieder warnt die Polizei vor fiesen Betrügern, die es besonders häufig auf vermeintlich arglose, ältere Opfer abgesehen haben. Erst vor wenigen Wochen hatten Betrüger Hammer Senioren am Telefon vorgegaukelt, sie hätten einen höheren Geldbetrag gewonnen - müssten aber erst einen Gutschein erwerben, um an das Geld zu kommen. 

Auch geben sich die Täter immer wieder als Polizisten aus und behaupten, ihnen müssten Geld und Wertgegenstände übergeben werden, um sie vor Dieben zu schützen. Beliebt ist auch der so genannte "Enkeltrick": Die Betrüger geben sich am Telefon als Verwandte des Angerufenen aus und geben vor, in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken. Dann schicken Sie einen angeblichen "Freund", um Bargeld beim Opfer abzuholen. 

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