Neuanschaffungen notwendig

Rettungswagen aus Bayern: Feuerwehr nutzt Leihfahrzeuge

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Die auffällig gestalteten Einsatzwagen sind derzeit im Stadtgebiet von Hamm unterwegs.

Bei Herzinfarkt und Verkehrsunfall kommt die Rettung in diesen Tagen unter Umständen aus Bayern.

Hamm – Weil bei der Berufsfeuerwehr drei Rettungswagen gleichzeitig defekt sind, fahren die Sanitäter derzeit mit Leihfahrzeugen eines süddeutschen Sanitätsdienstes. Unabhängig davon plant die Stadt die Anschaffung zusätzlicher Rettungsfahrzeuge.

15 Rettungs- und Krankenwagen stehen bei der Berufsfeuerwehr täglich bereit. An drei Fahrzeugen gebe es derzeit einen technischen Defekt an den Tragetischen, auf denen die Patienten transportiert werden, sagte ein Stadtsprecher. Die Wagen seien in Reparatur. Es handele sich um Garantiefälle, der Hersteller habe deshalb kostenlos Ersatzfahrzeuge gestellt.

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Erkennbar am "SR"-Kennzeichen

Die Wagen stammen von der Firma Rettungstechnik Klein aus dem niederbayerischen Bogen, die allerlei Medizintechnik vertreibt und auch Rettungswagen verleiht. Erkennbar sind die Bayern-Importe am "SR"-Kennzeichen des Landkreises Straubing und auffälligen weiß-blauen Rauten. Wie lange die Wagen in Westfalen noch zu sehen sind, steht nicht fest. Es solle nicht mehr allzu lange dauern, so der Stadtsprecher.

Doch auch wenn die regulären Rettungswagen wieder im Dienst sind, besteht bei der Berufsfeuerwehr weiterer Fahrzeugbedarf. Zwar hatte der Rat erst im März beschlossen, sechs arg beanspruchte Rettungs- und Notarztwagen auszutauschen und dafür 1,2 Millionen Euro bewilligt. Jetzt steht die nächste Marge auf der Tagesordnung: fünf Fahrzeuge für 600.000 Euro.

Bedarf durch steigende Einsatzzahlen

Aufgrund von steigenden Einsatzzahlen sind laut Verwaltung ein zusätzlicher Rettungswagen und ein weiterer Notarztwagen notwendig. Dazu kommen noch drei so genannte Kommandowagen. Der Leitende Notarzt und der Leiter des Rettungsdienstes werden bisher mit anderen Feuerwehrautos zum Einsatz gefahren. Das hält die Verwaltung wegen des organisatorischen Aufwandes nicht mehr für zeitgemäß; beide sollen nun Fahrzeuge mit entsprechender Ausrüstung bekommen.

Ein solches hat der so genannte A-Dienst der Feuerwehr bereits. Der ranghöchste Einsatzleiter fährt bisher mit einem Wagen des Baujahres 2002 zu Großbränden. Das Fahrzeug gilt als nicht mehr zuverlässig und soll ersetzt werden.

Führungsfahrzeuge für den Einsatzdienst

Bei diesen Kommandowagen handelt es sich dem Stadtsprecher zufolge nicht um „allgemeine Dienstwagen“, sondern um Führungsfahrzeuge für den Einsatzdienst. Die Wagen sind mit Funk, Blaulicht, Navigationssystem und Ladungssicherungssystem ausgestattet. Sie werden durch Sonderfahrzeughersteller ausgebaut.

Über die Beschaffungen entscheidet der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am 9. Dezember.

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