Mit der deutlich größeren Schaufel...

Retter auf dem Trecker: Landwirte helfen Hammern im Kampf gegen den Schnee

Landwirte helfen beim Schneeschippen: Frank Möller räumt die Auffahrt der Caritas-Einrichtung in Heessen.
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Landwirte helfen beim Schneeschippen: Frank Möller räumt die Auffahrt der Caritas-Einrichtung in Heessen.

Obwohl sich die Räumfahrzeuge der Stadt im Dauereinsatz befinden, sind viele Hammer noch immer eingeschneit. Für einige kam die Hilfe per Trecker. Die Hammer Landwirte sind im Stadtgebiet unterwegs, räumen Einfahrten und kleine Straßen und helfen Festgefahrenen aus dem Schnee.

Hamm – Seit Sonntag ist Johannes Barkhaus mit dem Trecker unterwegs. Seiner Familie gehört ein Schweinemastbetrieb in Bockum-Hövel. „Wir wurden von Bekannten und Freunden angerufen, ob wir sie gegen den Schnee unterstützen können“, sagt Schwester Kristin. „Wenn er dann unterwegs ist, kommen auch oft noch andere auf ihn zu. So kam es auch, dass er den Parkplatz der Spadaka geräumt hat“, erklärt sie weiter.

Schnee in Hamm: Schneller Einsatz für die Tagespflege

Auch Hühnerbauer Frank Möller aus Heessen ist einem Notruf gefolgt. Er half am Dienstag der eingeschneiten Caritas-Einrichtung am Bockelweg. Wenn auch nicht ganz uneigennützig. „Mein Vater besucht sie seit ein paar Wochen. Heute kam der Anruf, dass sie wegen der Schneemengen geschlossen haben, weil niemand die Auffahrt hinauf kommt. Da hab ich mich auf den Trecker gesetzt und bin hin“, berichtet der Landwirt. Mit vereinter Kraft war die Zufahrt nach kurzer Zeit vom Schnee befreit.

„Wir sind sehr dankbar für die Hilfe, dadurch können wir wieder öffnen. Mit der Schneeschaufel wären wir da alleine nicht durchgekommen“, sagt Petra Hinse-Silling, stellvertretende Leiterin der Tagespflegeeinrichtung. Weil sie Personal und Gästen den Weg durch die 40 Zentimeter hohen Schneemassen nicht zumuten wollte, hatte die Einrichtung seit Montag geschlossen.

Schnee in Hamm: Lkw-Fahrer wenig dankbar

Auch der Trecker des Pelkumer Landwirts Christoph Plümper hat in den vergangenen Tagen einige Parkplätze und Auffahrten geräumt. „Es waren hauptsächlich Freundschaftsdienste für Nachbarn und Bekannte“, sagt der 32-Jährige. Auch den ein oder anderen Lkw habe er befreit. „Die Fahrer waren allerdings eher störrisch, haben sich nichtmal bedankt und sind einfach weitergefahren, das fand ich schon etwas komisch“, berichtet er.

Bei den Anwohnern sei die Freude über die Hilfe dagegen groß gewesen. „In einer Nachbarschaft haben die Menschen von Tür zu Tür Geld gesammelt, das war sehr nett“, sagt der Landwirt. Das Geld hat er gleich wieder in die Tankfüllung für die nächste Rettungsmission investiert.

Aktuelle Infos zur Schnee-Situation in Hamm finden Sie immer aktuell auf wa.de.

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