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Corona-Zahlen in Hamm verharren am Sonntag auf Rekordniveau

Desinfektionsmittel-Spender
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Hygiene und Abstand sind und bleiben die wichtigsten Maßnahmen, um gesund zu bleiben. (Symbolbild)

Zum Ende der ersten Lockdown-Woche bleiben die Corona-Zahlen in Hamm im Rekordbereich. Auch Schulen und Kitas sind wieder betroffen. Ein weiterer Todesfall wurde am Sonntag bekannt.

Hamm - Der RKI-Inzidenzwert (Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) stieg bis Sonntagmittag weiter. Er liegt nun in Hamm bei 205,1. Das ist ein kleines Plus von 1,1 Punkten seit Samstag; schon da war ein neuer Rekord erreicht. Die Zahl der akut Infizierten stieg auf nunmehr 455 (plus 13). (News zum Coronavirus in Hamm

StadtHamm
RegierungsbezirkArnsberg
Fläche226,3 km²
Bevölkerung179.397 (2016)

Corona-Zahlen in Hamm: Weiterer Todesfall

Darüber hinaus meldete die Stadt am Sonntag den 43. Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion: Ein über 80-jähriger Mann starb am Samstag im Krankenhaus.

Zu möglichen Vorerkrankungen werden erst am Montag Informationen erwartet.

Corona in Hamm - die jüngsten Infektionsketten:

  • 17 Infektionen vermutlich über Familienangehörige/Bekannte, davon 13 aus einer Quarantäne heraus
  • 1 infizierter Reiserückkehrer aus Marokko
  • 17 Infektionsketten sind (noch) unbekannt

Unter den Neuinfizierten des Wochenendes sind Schüler bzw. Kinder der Realschule Heessen (2), der Waldorfschule, der Anne-Frank-Schule, der Arnold-Freymuth-Schule, des Beisenkamp-Gymnasiums, der Awo-Kita Große Werlstraße, der Kita Johannes (2) und der Kita Räuberhöhle (2). Diese Informationen übermittelte ein Sprecher der Stadt am Sonntag.

Corona in Hamm - Die weiteren Zahlen am Sonntag:

21 der 455 Akutfälle aus Hamm werden derzeit in Krankenhäusern behandelt, darunter 3 auf Intensivstationen (zwei Männer über 70, ein Mann über 80). 2351 Hammer sind aktuell zu häuslicher Quarantäne verpflichtet (minus 74). 1779 Hammer gelten als von einer Corona-Infektion genesen.

Mit den Corona-Mobilen und im Testzentrum in Heessen wurden inzwischen 19.072 Proben genommen. Über freie Ärzte kommen viele weitere hinzu; dazu gibt es keine Zahlen.

Statement von OB Marc Herter:

„Damit wir die Ausbreitung des Covid-19-Erregers im Griff behalten, ist es noch wichtiger geworden, dass wir alle den Infektionsschutz beherzigen: Abstand halten, Hände desinfizieren und Alltagsmaske tragen. Das ist auch meine herzliche Bitte an jede Bürgerin und jeden Bürger in Hamm: Bleiben Sie achtsam und haben Sie bitte Geduld! Nur gemeinsam bewältigen wir diese Herausforderung.“ 

Corona in Hamm - Lockdown-Bußgelder Fehlanzeige

Wer glaubt, dass der seit Montag geltende November-Lockdown in Hamm eine Flut von Bußgeldverfahren nach sich gezogen hätte, ist schief gewickelt. Tatsächlich hat der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) im November noch keine Anzeige geschrieben und kein Bußgeldverfahren eingeleitet. Das teilte Stadtsprecher Tom Herberg auf WA-Nachfrage mit.

Der KOD habe bislang zunächst für Aufklärung gesorgt und unter anderem Gastronomie, Einzelhandel oder auf Spielplätzen die Menschen auf die neuen Regel hingewiesen. „Es geht nicht darum, Strafen zu verhängen, sondern die Infektion einzudämmen“, heißt es aus Reihen des Ordnungsamtes. (fl)

Corona in Hamm - diese Regeln gelten aktuell:

  • Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur für zwei Haushalte erlaubt und mit maximal zehn Menschen.
  • Feiern und Treffen auch in Privaträumen mit über 25 Personen sind weiterhin verboten. Für Feiern mit weniger Gästen gibt es Ausnahmeregelungen. Die Details dazu finden Sie hier.
  • Der Einzelhandel bleibt geöffnet, dort darf sich nicht mehr als ein Kunde auf zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten. Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen müssen bis Ende des Monats schließen. Gastronomen bleibt die Lieferung und Abholung von Speisen erlaubt.
  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt. Profisport-Veranstaltungen wie etwa Spiele des ASV Hamm-Westfalen dürfen nur ohne Zuschauer stattfinden. Nicht erlaubt ist der Freizeit- und Amateursportbetrieb in öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet der Individualsport allein, zu zweit oder mit dem eigenen Haushalt.
  • Das Museum, das Kino, der Tierpark, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Der Maxipark bleibt geöffnet. Musikfeste und Festivals sind bis 31. Dezember untersagt.
  • Schließen müssen auch Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben möglich. Friseursalons können öffnen.
  • Maskenpflicht besteht wie bisher in Bus, Bahn und Taxi. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes. Auch auf öffentlichen Plätzen soll es verstärkt eine Maskenpflicht geben, für die Wochenmärkte in Hamm ist das bereits der Fall. Für andere, stärker frequentierte Orte – etwa die Fußgängerzone – gibt es noch keine entsprechenden Entscheidungen.

Was praktisch klingt und einen Schutz vor der Verbreitung von Corona bieten soll, kann auf Dauer ziemlich ungesund sein: Gemeint ist das Homeoffice, das seit Beginn der Pandemie auch in Hamm von immer mehr Unternehmen praktiziert wird.

Weil Teile des Kundeskreises wegbrechen, trifft die Gastronomie-Pause auch den Großhandel. In Hamm wagen der Handelshof und Rullko jetzt einen ungewöhnlichen Vorstoß.

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