Sieben auf einen Streich: Reitanlage „Gut Lödding“ nimmt halbverhungerte Kätzchen auf

Ein Paradies für Katzen: Marius Lödding zeigt den Dachboden.
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Ein Paradies für Katzen: Marius Lödding zeigt den Dachboden.

Vanessa und Marius Lödding betreiben seit gut einem Jahr ihre Reitanlage „Gut Lödding“ am Holunderweg 11. Durch eine aufwendige Rettungsaktion in der benachbarten Kleingartenanlage „Ahsetal“ wurden sie kürzlich auf den Verein „Katzenkinder-Nothilfe“ aufmerksam und nun sind fünf Katzen und zwei Kater die Lieblinge des Reitanlagen-Teams.

Hamm – „Wir haben mitbekommen, dass in einem der Kleingärten ganz viele wilde Katzen gerettet wurden“, sagt Vanessa Lödding von „Gut Lödding". Als sie später einen Bericht dazu im WA las, kam ihr eine Idee: Wegen der Pferde, Ponys und des Hofhundes, konnten bei ihnen etwa Mäuse nicht mit Gift bekämpft werden.

Aber wenn diese eigenständigen Freigänger-Katzen auf der Reitanlage eine neue Heimat finden, bliebe alles ganz natürlich im Gleichgewicht. So nahmen die Eheleute Kontakt mit Sandra Pape, der Vorsitzenden der Katzenkinder-Nothilfe, auf.

Viel Liebe für sieben Kätzchen

Was sie dann erlebten, begeisterte die tierfreundlichen Eheleute: „Die kranken und verwahrlosten Katzen wurden von Pape und ihrem Team liebevoll aufgepäppelt und beim Tierarzt behandelt, kastriert und gechippt“, so Vanessa Lödding. Der geduldige Umgang mit den wilden Katzen habe sie überzeugt – und da zwei Tiere geradezu unzertrennlich waren, hätten sie gleich sieben statt der geplanten sechs Tiere übernommen. „Das sind natürlich keine Hauskatzen, doch um sie wirklich ankommen zu lassen, haben wir uns einiges einfallen lassen“, sagt Marius.

Auf einem riesigen Dachboden haben die Katzen zunächst für einige Wochen ihr Zuhause gefunden. Katzenklos, Näpfe und Futter in großen Mengen sind vorhanden, ebenso Spielzeuge und ein großer Kratzbaum. „Derzeit müssen wir die vormals halb verhungerten Tiere noch mit jeder Menge Nassfutter aufpäppeln und auch die Katzenklos mehrmals täglich ausleeren, doch auch das an uns Menschen Gewöhnen geht konsequent voran“, sagt Vanessa. Dazu halten sie und ihr Mann sich jeden Abend mehrere Stunden auf dem Boden auf, füttern und verteilen Leckerchen.

Futterspenden und unerwartete Wendungen

„Wir wollen ja nicht, dass die Tiere beim ersten Freigang gleich verschwunden sind“, sagt Vanessa. Um die Katzen, die man kaum gleichzeitig zu Gesicht bekommt, in das Team der Reitanlage einzubinden, wurde beim Transport von jedem Tier ein Bild gemacht und eine Collage erstellt. Dann haben die Katzen vom Team ihre Namen erhalten und viele Pferdekinder und ihre Familien haben Spenden beigesteuert, vom Futter bis zum Spielzeug.

Auch Vanessa Löddings Familie hat gespendet, denn für sie war diese Entwicklung eine echte Überraschung: Vanessa selbst hat nämlich eine Katzenhaar-Allergie, weshalb Marius seinerzeit seine Hauskatze an seine Eltern weitergab.

„Da sind die Freigänger-Katzen eine ideale Lösung“, so Vanessa. Die weitergehende Betreuung durch Pape sorge für eine tolle Entwicklung und Integration der vormals wilden Katzen und sie hoffe nun, dass auch die anderen gefundenen Katzen ein gutes Zuhause finden.

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