Kundgebung der "Rechten" ohne Zwischenfälle

Stellten den Verein vor (von links): Sebastian Berg, Claudia Luzar, Hartmut Anders-Hoepgen, Gunther Niermann und Prof. Dr. Dierk Borstel.

[UPDATE 22.05 Uhr] HAMM - Als sich am Montagabend in Hamm der Verein "BackUp" gründete, trafen sich parallel Vertreter des rechten Spektrums zur Kundgebung.

Der Verein bekam den Namen „BackUp – ComeBack: Westfälischer Verein für die offensive Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus e.V.“. Wir haben ausführlich berichtet.

Unter anderem hatte der Hammer Kreisverband der Partei "Die Rechte" zur "Gegenkundgebung" aufgerufen. An der Einmündung zur Heinrich-Reinköster-Straße hatten sich 25 Teilnehmer eingefunden,

Hören Sie hier ein Interview mit Sebastian Berg, der ein Opfer von rechter Gewalt wurde.

berichtet die Polizei. Etwa gleichzeitig trafen sich an der Ecke Bahnhofstraße/Am Stadtbad 37 linksgerichtete Personen zu einer Spontanversammlung gegen Rechts. Die Veranstaltungen verliefen ohne Störungen.

 „BackUp“ berät seit November 2011 Opfer rechter Gewalt, würde diese Tätigkeit aber gern auch auf Aussteiger aus der rechten Szene ausdehnen. „Nazis raus – aber wo sollen sie denn hin?“, benannte die Hammer Politikwissenschaftlerin Claudia Luzar einen der Arbeitsansätze. Mit Landesgeldern wurde bislang allein die Opferarbeit gefördert. Psychologische, therapeutische und juristische Hilfestellung umfasst diese. Aufsuchend – das heißt, die Mitarbeiter besuchen ihre Klienten, nicht umgekehrt – sollen auch die Angebote an die potenziellen Aussteiger sein. Mindestens 400000 Euro wären dafür zusätzlich nötig und sollen über den Verein akquiriert werden. Auch die Stadt Hamm zählte gestern zu den Gründungsmitgliedern. - fl

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