Weniger Nestfunde

Raupen „kalt gemacht“? Weniger Eichenprozessionsspinner - aber keine Entwarnung

Eine Raupe des Eichenprozessionsspinners an einer Eiche.
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Bisher kaum Fälle: Der Eichenprozessionsspinner wurde bislang nur selten gesichtet (Archivbild).

In den vergangenen drei Jahren hatte er sich schon früh zu einer echten Plage entwickelt, 2021 lässt er – vermutlich kältebedingt – auf sich warten: der Eichenprozessionsspinner (EPS).

Hamm - Lediglich sechs Nester seien der Stadt zwischen dem 3. und 28. Mai gemeldet worden, teilte Stadtsprecher Lukas Huster mit. Zum Vergleich: 2020 ging es bereits Ende April los. Bis Ende Mai wurden mehr als 50 Standorte im privaten und öffentlichen Raum gemeldet, danach ging es richtig los. Insgesamt wurden der Stadt im vorigen Jahre 762 Verdachtsfälle gemeldet, von denen sich tatsächlich 700 als EPS-Nester herausgestellt hatten. Bei den „Fehlmeldungen“ hatte es sich um Nester der Gespinstmotte gehandelt.

Noch zu früh für einen Entwarnung

Eine Entwarnung für dieses Jahr wollte Huster aber nicht geben. Es liege zwar auf der Hand, dass der teilweise kalte Winter und das kühle Frühjahr auch in Hamm die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners beeinflusst haben. Eine Prognose für den Sommer wolle man aber noch nicht abgeben. „Dazu fehlen uns einfach die Erfahrungen mit der Raupe.“ Sie sei erst 2018 das erste Mal in größerer Anzahl in Hamm aufgetaucht, der Winter und das Frühjahr seien jedes Mal vergleichsweise warm gewesen.

Von den bislang gemeldeten Nestern befanden sich vier im öffentlichen Raum, neuralgische Punkte wie Kitas oder Schulen waren nach Angaben Husters bislang aber nicht dabei. Aufgrund der geringen Fallzahl konnten die Nester binnen kürzester Zeit abgesaugt werden.

Entfernung der Nester innerhalb 72 Stunden

Wie bereits 2020 hat die Stadt das Stadtgebiet in drei EPS-Bereiche eingeteilt, um die sich jeweils eine Firma kümmert. Das versetzt sie in die Lage, die Nester an neuralgischen Punkten binnen 72 Stunden und an allen anderen Stellen innerhalb von zehn Tagen zu beseitigen. 2020 klappte das aufgrund der vielen Funde vor allem im Juni aber nur bedingt.

Die Raupen des Schmetterlings sind mit Brennhaaren bestückt, die bei Berührung allergische Reaktionen auslösen können.

Als erste Anlaufstelle für Bürger hat die Stadt eine Hotline im Ordnungsamt eingerichtet. Unter Telefon 02381/17-7272 können Nester montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr gemeldet werden. Zudem erhalten Bürger Informationen zum Umgang mit den Nestern. Außerhalb der Hotline-Zeiten können Funde unter ordnungsamt@stadt.hamm.de gemeldet werden.

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