Riesige Rauchwolke im Hammer Süden

Stundenlanger Großeinsatz in Berge - Wohnhaus nur noch eine Brandruine

Über Leitern löscht die Feuerwehr den zerstörten Dachstuhl des Hauses.
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Über Leitern löscht die Feuerwehr den zerstörten Dachstuhl des Hauses.

[Update 15.35 Uhr] Über dem Hammer Süden lag am Dienstagvormittag stundenlang eine Rauchwolke. Dort brannte ein Wohnhaus ab; es muss wohl abgerissen werden. Die Feuerwehr war im Großeinsatz.

Hamm-Süden - Der entsprechende Alarm ging bei der Feuerwehr am Dienstag gegen 8.40 Uhr ein. In der Liebermannstraße in Berge, unweit der Menzelstraße, war in einem Einfamilienhaus ein Feuer ausgebrochen. Nach WA-Informationen hatte es seinen Ursprung in der Sauna im Keller; es griff aber schnell auf das komplette Gebäude über.

Insgesamt 55 Feuerwehrleute rückten an, mehrfach wurden Kräfte und Spezialgerätschaften nachgeordert. Auf zwei Drehleitern stehend versuchten Feuerwehrmänner den brennenden Dachstuhl zu löschen. Der Inneneinsatz musste aus Vorsichtsgründen zeitweilig abgebrochen werden.

Der Keller wurde daher von außen mit Schaum geflutet, um das Feuer zu ersticken. Auch am Dach wurde im späteren Verlauf Schaum eingesetzt; zuvor zerstörten Feuerwehrleute die Dachpfannen, um die angestaute Hitze heraus zu lassen.

Die Berufsfeuerwehr konnte gegen 12.30 Uhr abrücken; freiwillige Kräfte aus Rhynern und Berge verblieben zunächst für Nachlöscharbeiten und potenzielle Glutnester. Später sperrte die Polizei das Grundstück mit Flatterband ab. Eine Brandwache bleibt vor Ort.

Großeinsatz der Hammer Feuerwehr in Berge

Großeinsatz der Feuerwehr Hamm in der Liebermannstraße in Berge.
Großeinsatz der Feuerwehr Hamm in der Liebermannstraße in Berge.
Großeinsatz der Feuerwehr Hamm in der Liebermannstraße in Berge.
Großeinsatz der Feuerwehr Hamm in der Liebermannstraße in Berge.
Großeinsatz der Hammer Feuerwehr in Berge

Dachstuhl ineinandergekracht

Da der Dachstuhl infolge der starken Hitzeentwicklung ineinandergekracht ist, gibt das Gebäude - ein Fertighaus - als einsturzgefährdet. Nach Einschätzung Wolfgang Rumpf vom Lagedienst der Feuerwehr gilt das Haus nunmehr als Brandruine. Seiner Einschätzung nach wird es wohl komplett abgetragen beziehungsweise abgerissen werden.

Die eigentliche Brandursache ist noch unklar. Der Brandort wurde beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Hinzuziehung eines Brandsachverständigen für das Haus an. Zur Schadenshöhe kann die Polizei derzeit keine Angaben machen.

Die Bewohner hatten das Haus am Morgen verlassen und die Feuerwehr selbst informieren können. Sie kamen zwischenzeitlich bei Verwandten unter. Verletzt wurde niemand.

Diese Einheiten waren im Einsatz:

Im Einsatz waren Kräfte der Feuerwachen 1 und 2 und Einheiten aus Berge, Rhynern, Westtünnen, Wiescherhöfen und Westen. Zudem zwei Rettungswagen und ein Notarzt. Weil der Einsatz extrem kräftezehrend war, wurden den Einsatzkräften immer wieder Erholungspausen zugestanden.

Rauchwolke kein Grund zur Sorge

Die vor allem anfangs intensive und dunkle Rauchwolke war schon früh weithin im Stadtgebiet zu sehen; der ganze Bezirk wurde stark verqualmt. Für die Feuerwehr stellte die anfänglich massive Rauchentwicklung aber kein Grund zur Sorge dar, so Feuerwehrsprecher Rumpf. Nach WA-Informationen sorgten am Brandherd im Keller entstandene stark brennbare Gase anfänglich für die dunkle Färbung der Rauchwolke.

Die Dürerstraße und die Menzelstraße wurden für den Einsatz bis zum frühen Nachmittag teilweise gesperrt.

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