90 Fälle allein im Juli

Dreister E-Bike-Dieb entwischt im Bahnhof - Polizei schlägt Alarm

Besonders wenn E-Bikes gestohlen werden ist das für den Besitzer oft ärgerlich. Die elektrifizierten Drahtesel kosten mitunter mehrere Tausend Euro.
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Besonders wenn E-Bikes gestohlen werden ist das für den Besitzer oft ärgerlich. Die elektrifizierten Drahtesel kosten mitunter mehrere Tausend Euro.

Kurz nicht aufgepasst und schon war das E-Bike weg: So ist es einem Mann in Hamm am Sonntagmorgen im Hauptbahnhof ergangen. Darüber berichtet die Bundespolizei.

Hamm - Der Fahrradbesitzer hatte das Rad demnach gegen 10.15 Uhr unmittelbar vor der Backwarenfiliale im Hauptbahnhof Hamm unverschlossen abgestellt, um dort einzukaufen. Als er wieder zum wenige Meter entfernt abgestellten Fahrrad gehen wollte, war es bereits weg.

Täter flüchtet in Richtung Wilhelmstraße - detaillierte Beschreibung

Eine erste Sichtung der Bilder der Videoüberwachungskameras durch die Bundespolizei zeigt, wie eine Person auf das abgestellte Herrenrad der Marke Giant steigt und damit aus dem Hauptbahnhof in Richtung Wilhelmstrasse fährt. Ob es sich bei dieser Person um einen Täter oder einer Täterin handelte, ist noch nicht abschließend ermittelt. Die Person wird wie folgt beschrieben:

  • Schwarzes Base-Cap
  • Auffälliger schwarzer Hoodie mit großen weißen Kreisen
  • Schwarze Hose mit einem länglichen weißen Streifen an den Seiten
  • Schwarze Sandalen
  • Schwarzer Rucksack

Wer Hinweise zum Täter geben kann, wird gebeten, sich bei der kostenfreien Hotline der Bundespolizei unter 0800 / 6 888
000 oder unter 0251 / 97 437-0 zu melden.

Polizei Hamm gibt Tipps, die gegen Fahrraddiebstähle helfen

Angesichts zahlreicher Fahrraddiebstähle schlägt auch die Polizei Hamm Alarm. „Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs liegen im Trend. Viele sind auf hochwertigen und teuren Rädern unterwegs - eine attraktive Beute für Diebe“, stellt ein Polizeisprecher fest. Alleine im Monat Juli seien im Hammer Stadtgebiet fast 90 Fahrräder entwendet worden. „Deshalb ist es wichtig, das Zweirad bestmöglich vor einem Diebstahl zu schützen.“ Und das täten längst nicht alle Hammer. Aus diesem Grund hat die Polizei ein paar wertvolle Tipps zusammengestellt:

  • Das richtige Schloss: Den besten Diebstahlschutz bieten stabile Ketten-, Bügel- oder Faltschlösser. Dünne Ketten-, Bügel-, oder Kabelschlösser lassen sich dagegen leicht mit einfachen Hilfsmitteln oder Werkzeugen wie Kombizange oder Seitenschneider „knacken“.
  • Fahrrad anschließen, nicht nur abschließen: Oft tragen Diebe Fahrräder einfach weg und knacken das Schloss an einem „ruhigeren Ort“. Deshalb: Schließen Sie den Fahrradrahmen immer an einen festen Fahrradständer oder einen anderen fest verankerten Gegenstand an. Auch wenn Sie lediglich kurz abwesend sind: Nur das Vorder- und Hinterrad zu blockieren, reicht als Schutz vor Dieben nicht aus. Wichtig: Das Schloss am besten möglichst weit vom Boden entfernt anbringen, damit Diebe den Bolzenschneider nicht auf dem Boden absetzen können, um es mit Hilfe ihres Körpergewichts zu knacken.
  • Einzelne Fahrradteile sichern: Sichern Sie auch einzelne Fahrradteile wie das Vorder- und Hinterrad, indem Sie diese zum Beispiel gemeinsam mit dem Rahmen an einem festen Gegenstand anschließen. Oder Sie ersetzen die handelsüblichen Schnellspanner, mit denen Vorder- und Hinterrad beziehungsweise Sattel befestigt sind, mit Verschraubungen, die sich nur mit dem passenden Werkzeug öffnen lassen.
  • GPS-Tracker: Eine weitere Möglichkeit Fahrräder gegen Diebstahl zu schützen, ist das Anbringen eines versteckten Senders am Rad. Diese Sender, sogenannte GPS-Tracker, alarmieren den Besitzer per SMS auf das Mobiltelefon, wenn das abgestellte Fahrrad bewegt wird. Zudem übermitteln sie laufend den aktuellen Standort des Fahrrads.
  • Fahrrad registrieren: Wichtige Daten zu Ihrem Rad können Sie im Fahrradpass notieren und zusätzlich bei jeder Wache registrieren lassen. Ist Ihr Fahrrad weg, benötigt die Polizei ein Foto sowie eine genaue Beschreibung des Rades, inklusive Rahmennummer. Diese Daten helfen, nach gestohlenen Fahrrädern zu fahnden, diese zweifelsfrei zu identifizieren und die rechtmäßigen Eigentümer ausfindig zu machen. Sie können ihr Fahrrad auf jeder Wache oder online unter www.zuhause-sicher.de registrieren! Wer möchte, kann sich auch die Fahrradpass-App auf das Handy laden, um alle wichtigen Daten immer griffbereit zu haben.

Wurde das Fahrrad gestohlen, sollte der Diebstahl umgehend bei der Polizei angezeigt werden. „Mit den Informationen aus dem Fahrradpass, wie zum Beispiel der Rahmennummer, können wir umgehend die Ermittlungen aufnehmen, eine Fahndung einleiten und prüfen, ob Ihr Rad unter aufgefundenen Fahrrädern ist“, erklärt der Sprecher. „Grundsätzlich gilt: Wählen Sie im Verdachtsfall die 110!“

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