Rat der Stadt Hamm stellt sich gegen „Graue Wölfe“

Rathaus der Stadt Hamm Symbolbild
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Die Politik der Stadt Hamm ist sich in ihrer Bewertung der „Grauen Wölfe“ weitgehend einig.

Der Rat der Stadt Hamm hat mit den Stimmen der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP sowie der CDU und Pro Hamm dem Antrag der Linken zugestimmt, nicht mit Angehörigen der sogenannten Ülkücü-Bewegung beziehungsweise den „Grauen Wölfen“ zusammenzuarbeiten.

Hamm – Die Ratsvertreter der AfD enthielten sich, weil der Antrag eine Ergänzung zu einem Beschluss aus 2020 darstellte, in dem eine Zusammenarbeit mit der AfD und anderen nationalistischen, antisemitischen, rassistischen oder faschistischen Vereinigungen abgelehnt wurde. Die Fraktion fühlte sich dadurch nach eigener Aussage zu Unrecht mit Rechtspopulisten in einen Topf geworfen. Grundsätzlich sei auch die AfD gegen Kooperationen mit Sympathisanten der rechtsnationalistischen Bewegung, die ihre Wurzeln in der Türkei hat.

„Die ,Grauen Wölfe‘ sind rassistisch, antisemitisch und demokratiefeindlich und bedrohen die innere Sicherheit nicht nur in der Türkei, sondern auch in der Bundesrepublik“, erklärt Linken-Ratsherr Roland Koslowski die Initiative seiner Partei. „In Deutschland haben Anhänger mehrere Morde und Mordversuche zu verantworten. Über verschiedene Vereine und Organisationen haben sie es bereits geschafft, massiven Einfluss auf die Zivilgesellschaft und auch demokratische Organisationen zu erlangen und ihre Ideologie zu verbreiten.“ Eine besondere Gefahr sei dabei das Engagement im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.

Linke: AfD und Graue Wölfe sind „Brüder im Geiste“

„Es ist gut, dass der Rat der Stadt Hamm sich nun klar positioniert hat und deutlich macht: Es wird keine Zusammenarbeit mit Rassisten, Antisemiten und Nationalisten geben“, so Koslowski weiter.

Er bezeichnete die „Grauen Wölfe“ und die AfD als „Brüder im Geiste“. Und ergänzte: „Nationalismus und Rassismus sind gefährlich für unsere Gesellschaft; ganz gleich vor welchem Hintergrund und Nationalität diese menschenverachtende Ideologie aufgebaut wird.“

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