Herringer Glückaufhalle

Stadt Hamm sagt Rasern Kampf an - Zaun soll Tuning-Szene ausbremsen

Die Glückaufhalle wurde eingezäunt
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Die Glückaufhalle wurde eingezäunt. Dadurch soll verhindert werden, dass sich dort abends Vertreter der Tuning-Szene treffen.

Die Stadt hat der Tuning-Szene und den Rasern auf der Schachtstraße den Kampf angesagt. Zur Verbesserung der Situation wurde dort jetzt die erste Maßnahme umgesetzt.

Herringen – Raser, Müll und Krach durch junge Erwachsene aus der Autoliebhaber-Szene, die sich in den vergangenen Monaten regelmäßig auf Parkplätzen an der Schachtstraße getroffen haben: Während der ersten Bürgerversammlung am 19. August wurde vor allem über diese Themen gesprochen. Mitarbeiter der Verwaltung hatten sich im Vorfeld ein Bild von der Situation gemacht, um den Bürgern an diesem Abend erste Lösungsansätze präsentieren zu können.

Zaun an der Glückaufhakke

Eine Ankündigung von Ralf Hohoff, Leiter des OB-Büros, befindet sich mittlerweile in der Umsetzung. So wurde kürzlich damit begonnen, das Gelände der Glückaufhalle sowie des Jugend- und Stadtteilzentrums „Haus der Jugend“ einzuzäunen. „Der Zaun steht bereits, lediglich die Schließzylinder sind noch nicht geliefert. Sobald diese vorliegen, werden sie eingebaut“, teilte Stadtsprecher Lukas Huster mit.

Dadurch soll verhindert werden, dass sich junge Erwachsene am späten Abend zu lauten „Benzingesprächen“ vor der Halle treffen. Deren Nutzung durch Sportvereine und Schulen ist natürlich weiter gewährleistet. Die besagte Szene hatte sich zunächst auf dem Parkplatz an der Schachtstraße/Ecke Heinrich-Schmidt-Straße getroffen. Nachdem dieser im Zuge des Glasfaserausbaus als Materialplatz benötigt wurde, verlagerte sich das Geschehen in Richtung Glückaufhalle – sehr zum Ärger der direkten Nachbarn. Ob sich die jungen Erwachsenen demnächst wieder dauerhaft auf ihrem alten Platz treffen, werden die kommenden Monate zeigen. Huster kündigte aber an, dass die Stadt weiter kontrollieren werde.

Verkehrsberuhigende Elemente

Das betrifft auch die von den Anwohnern immer wieder angesprochene Raserei – zumindest so lange, bis die ersten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf der Schachtstraße greifen. Nach Angaben des Stadtsprechers werden seine Kollegen aus den entsprechenden Fachabteilungen in den kommenden Wochen eine Entwurfsplanung für den Einbau verkehrsberuhigender Elemente erstellen. Das kann beispielsweise eine Verengung der Schachtstraße an der einen oder anderen Stelle sein. Anwohner haben aber auch den Einbau von Bremsschwellen ins Gespräch gebracht, um das Rasen zu unterbinden. Die Entwurfsplanung solle, so Huster, zunächst den Fraktionen der neuen Bezirksvertretung vorgestellt und anschließend den Anwohnern zugesandt werden. „Sie haben dann die Möglichkeit, eventuelle Anregungen im Bürgeramt Herringen vorzubringen“, sagte der Stadtsprecher.

Nach Abschluss dieses Beteiligungsverfahrens wird das Tiefbau- und Grünflächenamt eine Beschlussvorlage zur Ausbauplanung auf den Weg bringen. Nach Einschätzung des Stadtsprechers könnte das im Frühjahr 2021 der Fall sein. Sofern möglich, sei dann auch eine Bürgerversammlung geplant.

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