Hexenschuss und Bandscheibenvorfall - was tun bei Rückenschmerzen?

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Am Tag der Rückengesundheit gehen wir den Ursachen auf den Grund.

Hamm - Hexenschuss hier, Bandscheibenvorfall da - Rückenschmerzen sind in Deutschland eine Volkskrankheit. Laut einer Umfrage von Statista.de leidet jeder zweite Deutsche gelegentlich an Rückenschmerzen. Hier erfahren Sie woher Sie kommen und was Sie tun sollten.

Zum heutigen Tag der Rückengesundheit sprach WA-Mitarbeiterin Katharina Küpper mit Ralf Sroka, Abteilungsleiter der Physiotherapie am EVK, über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

Was sind die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen? 

Ralf Sroka: Die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen sind Blockierungen der Wirbelkörper und der Rippengelenke. Das kommt meistens von falschen Belastungen, falschem Training oder kombinierten Bewegungen, wie etwas vom Boden aufzuheben. Bei dieser Bewegung beugt man sich nach vorne und dreht meistens den Oberkörper zu einer Seite. Auch gibt es Bandscheibenvorfälle oder Skoliosen.

Zum Muskelaufbau-Training kann ich nur sagen, dass viele Menschen in ein Fitness-Studio gehen und anfangen zu trainieren, ohne eine vernünftige Einweisung zu bekommen. Dadurch werden Übungen falsch ausgeführt, was Schmerzen im Rücken zur Folge haben kann.

Ralf Sroka ist Leiter der Physioabteilung am EVK.

Wie kann man selbst gegen Rückenschmerzen trainieren?

Sroka: Eigenmächtig sollte man eigentlich gar nicht an Rückenschmerzen arbeiten, sondern den Gang zu einem Manualtherapeuten – ein Spezialist für den Rücken – antreten. Man braucht für den Rücken passende Übungen, um dem Schmerz vorzubeugen oder bei einer Vorwölbung der Bandscheiben diese zurück zu trainieren.

Bei den meisten liegt es oft schon an der Haltung: Wenn diese falsch ist, brauchen die Patienten eine vernünftige Einweisung und können so an einem verbesserten Aufbau der Muskulatur arbeiten.

Was sind Fehler, an denen man arbeiten kann?

Sroka: Typische Fehler werden durch den immer mehr aufkommenden Stress in unserer Gesellschaft gemacht. Das heißt, es muss alles immer schneller ablaufen. Die Menschen neigen dann dazu, weniger auf die rückengerechte Ausführung zu achten. Zum Beispiel wenn man im Supermarkt etwas aus dem untersten Regal braucht, muss man sich bücken. Bei diesem Vorgang „verdrehen“ sich oft Wirbel, da diese Bewegungen sehr selten bis nicht trainiert werden.

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