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Rainer Deppe (CDU) lobt Jäger und rügt Umweltminister Remmel

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HAMM - Der gemeinsame Gegner war gleich ausgemacht: Die über 30 Jäger – überwiegend Hegeringsleiter und Vorstandsmitglieder der Kreisjägerschaft Hamm – waren sich mit Rainer Deppe einig, dass Landesumwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel eine Gefahr für die Jagdausübung und eine Bedrohung für die Waidmänner sei, die gesetzlich zur Hege und Pflege des Wildes und der Natur verpflichtet sind.

"Sie sind die wahren Grünen“, bescheinigte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion den Anwesenden, die sich auf Einladung von Kreisjägerschaftschef Prof. Dr. Lothar Reinken am Montagabend im HSV-Casino trafen. Remmel habe bei den Vorschlägen für ein ökologisch ausgerichtetes Jagdgesetz zunächst nur „nebulöse Andeutungen“ gemacht, jetzt seien „Grundsätze“ erkennbar, die sich an Positionen des BUND und des Naturschutzbundes zur Jagd orientierten, meinte Deppe, der selbst „gelernter Landwirt, aber kein Jäger“ ist.

Die Auffassungen der Grünen seien von „einem grundsätzlichen Misstrauen gegenüber Naturnutzern“ geprägt, lautete die übereinstimmende Einschätzung aller Anwesenden. „Das Jagdrecht ist ein Freiheitsrecht, das von den Bürgern erkämpft wurde“, befand der CDU-Vertreter und bescheinigte den Grünen, dass sie das Jagdausübungsrecht als Gut der Allgemeinheit betrachteten. „Es gibt kein grausameres System als die Natur. Deshalb ist das Eingreifen der Menschen unverzichtbar“, machte der Referent am Beispiel der Kormorane deutlich, deren großes Vorkommen eine Bedrohung für die Fischbestände sei.

„Herr Remmel führt den Dialog formal, entschieden wird woanders“, wertete Deppe das Vorgehen des Ministers als nicht dem Amt gemäß. In diese Kerbe schlug auch Reinken: „Es ist nicht möglich, mit Herrn Remmel Sachargumente auszutauschen“, machte er einen gravierenden Unterschied zur Ex-Amtsinhaberin Bärbel Höhn (Grüne) aus.

„Die Verantwortung tragen nicht der BUND und der Nabu, sondern die Eigentümer und Jäger“, befand Dirk Sennekamp, Leiter des Hegerings Rhynern. „Die Betroffenen wissen gar nicht, was auf dem Spiel steht“, merkte Ex-Kreisjägerschaftsvorsitzender Karl Altena zur Debatte über die Jagdrechtsänderungen an und bezog das auch auf die Landwirte. Die Jagdausübung habe sich bewährt, deshalb müsse und dürfe es keine Veränderungen geben, befanden die Zuhörer zu den aktuellen Initiativen, etwa bei der Jagdhundeausbildung. - vor

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