Rahmenplan für Hövel hängt am Faden von St. Jupp

Der Rahmenplan für das Höveler Zentrum lässt noch auf sich warten. Ursache ist das noch nicht abgeschlossene Veräußerungsverfahren für das St.-Josef-Krankenhaus.
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Der Rahmenplan für das Höveler Zentrum lässt noch auf sich warten. Ursache ist das noch nicht abgeschlossene Veräußerungsverfahren für das St.-Josef-Krankenhaus.

Rund ein Jahr liegt die Vorstellung des Rahmenplans für das Höveler Zentrum im Verzug. Ursache dafür ist das noch nicht abgeschlossene Veräußerungsverfahren für das St.-Josef-Krankenhaus.

Bockum-Hövel – „Der Zeitplan sieht vor, dass die Rahmenplanung bis Ende des Jahres (2018) abgeschlossen ist, damit sie Anfang des kommenden Jahres (2019) in der Bezirksvertretung und im Rat vorgestellt werden kann. Damit sollte sie lange vor Schließen des Krankenhauses vorliegen“, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Das hatte die Verwaltung im April 2018 bei der Vorstellung der Bürgerwerkstatt zur Rahmenplanung Hövel als Zeitplan in Aussicht gestellt.

Auf die Frage, welche Teile des Rahmenplans fertiggestellt, welche noch in Arbeit seien, antwortete Stadtsprecher Lukas Huster: „Der Rahmenplan für das Höveler Zentrum ist weitestgehend erarbeitet.“ Er könne aber erst abgeschlossen werden, wenn Klarheit bezüglich der Veräußerung der aktuellen Flächen des St.-Josef-Krankenhauses bestehe.

Eine Vorstellung der schon vorhandenen Teile lehnt die Verwaltung ab. Die abschließende Erarbeitung – und dann eine Veröffentlichung der gesamten Rahmenplanung – sei erst dann sinnvoll, wenn die Veräußerung durch die St.-Franziskus-Stiftung (sie ist Trägerin und Eigentümerin der beiden Kliniken) abgeschlossen sei, teilt Huster dazu mit. Zu diesem Verfahren oder zu zeitlichen Dimensionen könne die Verwaltung keine Aussagen treffen.

Kaum Infos zu Verkaufsplänen

Verkauft werden soll das St.-Josef-Krankenhaus mit Gelände in einem mehrstufigen Interessenbekundungs- und Veräußerungsverfahren. Gesteuert wird dieses Verfahren von der St.-Barbara-Klinik, die damit eine Anwaltskanzlei beauftragt hat.

Bislang ist wenig über den Stand nach außen gedrungen. Begründet hatte das Kliniksprecherin Julia Kuhn damit, dass mit den Interessenten – wie bei Projekten dieser Art üblich – gegenseitiges Stillschweigen vereinbart worden sei, um das Verfahren nicht zu beeinflussen. Ziel war laut Ausschreibungsunterlagen ein Vertragsabschluss mit einem Investor Anfang dieses Jahres.#

Was wird mit den Flächen des Bockum-Höveler Krankenhauses?

Die Bürgerinitiative für den Erhalt des St.-Josef-Krankenhauses hat das mehrfach kritisiert unter anderem mit dem Hinweis, dass die St.-Barbara-Klinik selbst das Verfahren als „transparent“ bezeichnet habe.

Der ursprüngliche Plan der St.-Franziskus-Stiftung war es, mit allen medizinischen Angeboten noch in diesem Jahr vom St.-Josef-Krankenhaus in einen Neubau an der St.-Barbara-Klinik umzuziehen. Schon im Dezember 2018 hatte die Klinik-Sprecherin mitgeteilt, dass dieser Plan angesichts der Komplexität des Vorhabens und der Baukonjunktur nicht mehr zu halten sei. Kuhn hatte das Jahr 2021 als neuen realistischen Zeithorizont angekündigt.

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