Rätsel um Leerstand im Hammer Süden gelöst

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Mehrfamilienhaus im Langewanneweg soll verkauft werden.

Am Langewanneweg steht ein Mehrfamilienhaus seit geraumer Zeit leer. Anstatt es abzureißen, soll es nun verkauft werden.

Hamm-Süden – Ein seit längerer Zeit leer stehendes Wohn- und Geschäftshaus an der Kreuzung von Langewanneweg und Richard-Wagner-Straße soll entgegen ursprünglichen Planungen nicht abgerissen werden. Der Eigentümer sucht über einen Makler derzeit einen Käufer für das sanierungsbedürftige Haus.

Das dreigeschossige Eckhaus am Langewanneweg 80 steht seit geraumer Zeit leer. Die Stadt hatte den Eigentümer 2018 aufgefordert, das Gebäude zu sichern, nachdem dort mehrfach Unbefugte eingedrungen waren. Das Haus solle abgerissen werden, hieß es damals vom Eigentümer. Bei der Stadt wusste man von „einem an der Entwicklung interessierten Dritten“. Tatsächlich habe es Pläne eines Architekten gegeben, das Haus zu sanieren und anzubauen, sagte ein Stadtsprecher. Davon habe man dann aber nichts mehr gehört. Bei einem weiteren möglichen Investor habe man die Pläne beanstandet – und seitdem nichts mehr davon gehört.

Gebäude wird zum Verkauf angeboten

Aktuell wird das Grundstück mit Haus und Garagenhof nun für 350.000 Euro in einem Immobilienportal angeboten, der Makler selbst sagt, er sei kürzlich mit dem Verkauf beauftragt worden. Neun Zimmer und ein Ladenlokal stehen in dem Haus zur Verfügung. Es „müsste kernsaniert werden“, heißt es in der Immobilienbeschreibung. Mitarbeiter des Bauordnungsamtes sollen sich das Gebäude nun in den kommenden Tagen anschauen, so der Stadtsprecher. Dabei gehe es speziell um die Sicherung des Grundstücks. Für das Gebäude gebe es eine bestehende Baugenehmigung für das Ladenlokal sowie die Wohnungen darüber. Umfangreiche Umbau- oder Abrissarbeiten seien genehmigungsbedürftig. Man gehe davon aus, dass sich in den nächsten Wochen Investoren und Architekten bei der Stadt melden, sie würden dann selbstverständlich beraten.

Vergangenheit des Hauses

Laut Immobilienanzeige ist das Haus 1930 errichtet worden; die Adresse lässt sich aber bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurückverfolgen. Bewohnt wurde das Haus ursprünglich von Eisenbahnern. In dem Ladenlokal waren ein Kiosk, später ein Modelleisenbahnladen und zuletzt eine Fahrschule ansässig.

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