Stadt und Händler abgeschreckt

Kaum Musik im Weihnachtsdorf - Die Gründe dafür sind ganz banal

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Mit oder ohne Musik: Aus der Vogelperspektive entfaltet der Weihnachtsmarkt rund um die Pauluskirche eine ganz besondere Atmosphäre.

Wer in diesen Tagen die Atmosphäre auf dem Weihnachtsmarkt rund um die Pauluskirche genießt, dem wird auffallen, dass nahezu keine Musik aus Lautsprechern zu hören ist. Das hat Kostengründe.

Hamm – Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, kurz Gema, hat die Gebühren in diesem Jahr noch einmal drastisch angehoben. Das veranlasste zum Beispiel das Stadtmarketing weitgehend auf Musik zu verzichten.

Ein Beispiel: Wenn die Stadt Hamm auf der Eisbahn und damit auch im näheren Umfeld für Musik sorgen würden, müsste sie pro Tag 800 Euro Gema-Gebühren bezahlen. Für den gesamten Weihnachtsmarkt wäre dies eine Rechnung in Höhe von 24.000 Euro gewesen, rechnet Stadtsprecher Tom Herberg vor. „Da haben wir den Gegenwert nicht gesehen“, sagt Herberg.

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Angenehm für die Besucher?

Zur Eröffnungsveranstaltung sei die kostenpflichtige Musik gespielt worden, aber das sei eine Ausnahme gewesen. Letztlich würden dies viele Besucher auch als angenehm empfinden, gibt Herberg die Rückmeldungen wieder.

Flächendeckende Musik hätte die Stadt Hamm aber ohnehin noch nie abgespielt. Dies liege immer in der Verantwortung der einzelnen Standbetreiber. Und die können eigenständig einen Vertrag mit der Gema abschließen und sich die Lizenz einholen. Allerdings bittet die Stadt darum, dass die Musik dann nicht über den Markt schallt. Das direkte Umfeld solle nicht von der Musik beeinflusst werden. „Die Stimmung im Weihnachtsdorf soll der Weihnachtszeit angepasst sein“, so Herberg.

Eröffnung des Weihnachtsmarkts in Hamm 2019

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