Wer erkennt jemanden?

Rätsel um riesiges Freibadfoto: Werrieser Schützen auf Spurensuche

Foto Freibad / Wellenbad in Werries: Schützen-Vorsitzender Jörg Harbach (rechts) und Geschäftsführer Marc Klingenberg zeigen die Fotoleinwand für Vereinsheim.
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Das Foto vom einstigen Freibad in Werries wirft Fragen auf: Schützenvorsitzender Jörg Harbach (rechts) und Geschäftsführer Marc Klingenberg zeigen die Fotoleinwand. Sie soll im Vereinsheim aufgehängt werden.

Ein Foto gibt den Schützen Rätsel auf. Klar, es zeigt das einstige Freibad in Werries. Aber vielmehr wissen die Vorstandsmitglieder des Schützenvereins Werries 1922 nicht. Die Spurensuche hat begonnen.

Das Foto vom ehemaligen Freibad in Werries wurde vermutlich in der Anfangszeit, zweite Hälfte der 1960er-Jahre, gemacht. Die Schwarz-Weiß-Aufnahme ist nicht irgendein Foto. Dafür sprechen schon die Maße von 165 mal 105 Zentimeter. Es ist auf Leinwand vergrößert. Ein echter Hingucker. Vermutlich eine Ansicht zu Repräsentationszwecken? Aber für wen und für welchen Anlass das riesige Bild gemacht worden ist, bleibt für die Vorstandsmitglieder erst einmal eine offene Frage. Mit der wenden sie sich unter anderem an die Werrieser. Wer kann weiterhelfen? Wer erkennt sich oder andere?

Das Foto sei über ein Mitglied zum Vorstand gekommen. Der Schützenbruder habe dafür keine Verwendung, sagt Vorsitzender Jörg Harbach. Mehr hat er aber bislang nicht über die Herkunft herausbekommen. Er bleibt am Ball.

So viel ist für ihn und die anderen Vorstandsmitglieder klar: Für den Verein hat es einen hohen ideellen Wert. Nach Aufgabe des Freibades im Jahr 1996 und Rückübertragung des ehemaligen Freibadgeländes überließ die Stadt Hamm dem Schützenverein vor rund 20 Jahren das Grundstück als neuen Schützenplatz. Die Schützen selbst bauten die ehemalige Umkleide zum Vereinsheim um. Das ist heute ein beliebter und – abseits der Corona-Krise – ausgebuchter Veranstaltungsort.

Wer erkennt wen auf den Fotoausschnitten? Detailaufnahme von der großen Fotoleinwand.

Der Straßenname „Am Wellenbad“ macht die einstige Nutzung des Geländes unvergesslich und taucht mit jeder Ankündigung auf. „Das Freibad gehört zu unserer Vereinsgeschichte“, sagt er. Das erklärt die Bedeutung der Fotoleinwand. Sie soll im Vereinsheim aufgehängt werden.

Dort hängt schon ein 2001 gemaltes, großformatiges Bild von Heinz Wachowiak. Darauf ließ er markante Punkte am Kanal, wie den ehemaligen Solebohrturm und die Maximilianbrücke, zusammenrücken. Im Vordergrund ist das erste, 1930 eröffnete Freibad. Es war in den Datteln-Hamm-Kanal einbezogen und hatte schon ein Drei-Meter-Sprungbrett. Erst Mitte der 60er Jahre entstand auf dem Grundstück (heute Schützenplatz) das Freibad mit eigenem Becken, später noch das Wellenbad daneben. Übrig geblieben ist davon das Pumpenhaus am Grundstücksrand. Die einstige Liegefläche ist heute Funpark.

Wer erkennt wen auf den Fotoausschnitten? Detailaufnahme von der großen Fotoleinwand.

Die Fotoleinwand kam gerollt in einer alten Verpackung zum Vorstand. Es steht nichts weiter darauf, außer dass es im ehemaligen Hammer Fotofachgeschäft Viegener auf Leinwand gezogen worden ist. Ob der Fotograf – Vater oder Sohn – auch Urheber und Auftragnehmer war, ist derzeit noch unklar.

Wer erkennt wen auf den Fotoausschnitten? Detailaufnahme von der großen Fotoleinwand.

Schützenchef Harbach hofft, dass Zeitzeugen – er sei erst seit 1975 hier – einige Personen auf dem Foto erkennen. Eine Schwimmmeisterin ist dort unter anderem zu sehen. Erste Hinweise gebe es, sagt er. Und überhaupt: Zu diesem Teil der Lokalgeschichte fehlten dem Verein noch viele Details und Hintergründe. „Die Leute sollen erzählen“, sagt Harbach und hofft auf Rückmeldungen unter Telefon 0152 / 03922274.

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