Reparaturbedürftige Radwege auflisten

Radler in Not: ADFC bietet Stadt Hamm Hilfe an

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Radwege in Hamm sind oft in schlechtem Zustand – und damit gefährlich für alle Radfahrer.

Hamm – Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bietet der Stadt Hilfe bei der Suche nach reparaturbedürftigen Radwegen an.

Man freue sich über die Ankündigung der Stadt, Radwege reparieren zu wollen, heißt es in einem Schreiben des Hammer ADFC-Vorstandes an Stadtbaurätin Rita Schulze Böing. Die hatte kürzlich ein eigenes Reparaturprogramm für Radwege angekündigt.

Mit dem Programm reagiert die Stadt auf Kritik an ihrer bisherigen Reparaturpraxis: 1,3 Millionen Euro stellt sie 2019/20 für Fahrbahnreparaturen bereit; der Finanzausschuss beschloss das am Montag einstimmig. Die Radwege blieben dabei außen vor, auch wenn sie beispielsweise an der Marker Allee in deutlich schlechterem Zustand sind als die zu reparierende Straße.

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Stadt sieht verwaltungstechnische Gründe

Die Stadt machte für die Diskrepanz zunächst verwaltungstechnische Gründe geltend: Reparaturen sind im Gegensatz zu Sanierungen oberflächliche Arbeiten, für die mäßig beschädigte Straßen in Frage kommen. Viele Radwege sind dagegen in so schlechtem Zustand, dass sie für eine einfache Reparatur nicht mehr in Frage kommen und saniert werden müssten.

Für Radwegereparaturen soll es nun aber doch bis zu 1 Million Euro geben; bis Anfang 2020 soll feststehen, wo sie verbaut werden. Man müsse jetzt die passenden Radwege finden, hatte Schulze Böing kürzlich im Stadtentwicklungsausschuss gesagt.

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Erster Schritt für mehr Fahrradmobilität

Der ADFC will sie nun beim Wort nehmen. Die Ankündigung der Stadtbaurätin sei ein guter erster Schritt für mehr Fahrradmobilität in Hamm, heißt es in dem ADFC-Schreiben an Schulze Böing, das unserer Zeitung vorliegt.

Gerne biete der Kreisverband dabei seine Hilfe an, so der ADFC-Vorsitzende Klaus Kappelt. Die rund 250 Mitglieder des Verbandes seien sicherlich bereit, dabei mitzumachen. Man wolle eine Liste von Radwegen anfertigen, die es „nötig“ haben.

Unterschriften für neue Verkehrspolitik

„Wir möchten aber nicht unerwähnt lassen, dass diese Initiative nur der erste Schritt in die Richtung sein kann, Verkehrsräume neu zu ordnen“, heißt es in dem Schreiben weiter. Die landesweite ADFC-Aktion „Aufbruch Fahrrad“ stehe kurz vor dem Abschluss; am 2. Juni übergebe man Ministerpräsident Armin Laschet in Düsseldorf die gesammelten Unterschriften für eine neue Verkehrspolitik.

Danach sei die Politik gefragt. Aber auch hier biete der ADFC weiterhin Hilfe und Unterstützung an.

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