Alles diesmal etwas anders

„Querdenker“ demonstrieren an Karfreitag in der Innenstadt

Aus Sicht der „Querdenker“ ist der Großteil der Bevölkerung von den Regierenden eingeschläfert.
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Aus Sicht der „Querdenker“ (hier bei einer Demo in Werries) ist der Großteil der Bevölkerung von den Regierenden eingeschläfert, nur sie seien wach und wüssten, welches Spiel im Zuge der Pandemie eigentlich gespielt wird.

Ungewöhnlich ruhig wollen es die sonst so streitlustigen „Querdenker“ am Karfreitag bei einer Demo in Hamm angehen lassen. Ins Visier nehmen sie gleichwohl wie üblich die deutsche Corona-Politik.

Hamm - Während die zurückliegenden Veranstaltungen von Reden, Parolen und auch Provokationen und Auseinandersetzungen geprägt waren, hat die „Querdenken-238“-Gruppe aus Hamm in dieser Woche einen stillen Protest in Form einer Mahnwache angekündigt. Dafür wurde statt der jüngst genutzten Standorte in Werries und Bockum-Hövel der zuvor über Wochen etablierte Innenstadt-Marktplatz als Schauplatz gewählt.

Von 19 bis 20 Uhr ist im Schatten der Pauluskirche ein „stiller Protest für Frieden und Freiheit“ geplant. Es soll also weder Reden noch einen Aufmarsch geben. Zwar bitten die Veranstalter um das Erscheinen so vieler Sympathisanten wie möglich, doch rechnet die Polizei bislang lediglich mit „20 bis 30 Teilnehmern“. Die Einhaltung der üblichen Coronaschutz-Auflagen wird von der Polizei und dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) kritisch überwacht.

Mahnwache der „Querdenker“ in Hamm: Bezug aufs Grundgesetz

Die „Querdenken“-Gruppe beruft sich für ihr Tun explizit auf die ersten 20 Artikel des Grundgesetzes, die sie für ihr „Manifestes“ heranziehen und als rechtssichere Grundlage für ihre Forderung einer „sofortigen Aufhebung der Einschränkungen der Grundrechte durch die Corona-Verordnung“ sehen. In ihrer „friedlichen Bewegung“ hätten „Extremismus, Gewalt, Antisemitismus und menschenverachtendes Gedankengut keinen Platz“, heißt es weiter.

Zuletzt hatte sich die Gruppierung am 18. März auf dem Höveler Markt versammelt. Der Fokus des Protests lag auf Medienkritik, doch wurde vor Ort auch Kritik aus den eigenen Reihen laut. Für eine WA.de-Analyse der Bewegung klicken Sie auf diesen Link.

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