Hammer Pendler entlasten: Elf Punkte für günstigeres Bahnfahren

Mit dem 11-Punkte-Plan greift die Nahverkehrsplanung für das Ruhrgebiet erstmals über den VRR-Raum hinaus.
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Mit dem 11-Punkte-Plan greift die Nahverkehrsplanung für das Ruhrgebiet erstmals über den VRR-Raum hinaus.

Bus- und Bahnfahrgäste aus Hamm sollen in einigen Jahren von einer engeren Zusammenarbeit der Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet profitieren können.

Hamm – Ein 11-Punkte-Plan, den Regionalverband Ruhr (RVR), Oberbürgermeister, Landräte sowie Bus- und Bahnanbieter vor einigen Tagen in Bochum vorstellten, sieht bessere Verbindungen und geringere Fahrpreise vor. Die Tarifgrenze zwischen Hamm und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) soll für Fahrgäste unsichtbar werden.

Mit dem 11-Punkte-Plan greift die Nahverkehrsplanung für das Ruhrgebiet erstmals über den VRR-Raum hinaus. Hamm gehört dem benachbarten Nahvehrkehr Westfalen-Lippe (NWL) an. Die Grenze zwischen beiden Verbänden stelle für viele Fahrgäste „eine spürbare Nutzungsbarrierte dar", heißt es im 11-Punkte-Programm. Dies betreffe Angebotsplanung und Tarifgestaltung. Diese Barrieren müssten abgebaut werden.

Verunsicherung durch Fahrkartensysteme

Der Punkt sei auf Hammer Initiative eingefügt worden, sagte Carsten Gniot, der im Stadtplanungsamt für die Verkehrsplanung zuständig ist. Unterschiedliche Fahrkartensysteme hielten hier viele potenzielle Fahrgäste fern, das Bus- und Bahnpotenzial östlich von Dortmund werde derzeit nur zu 60 Prozent ausgeschöpft.

Konkret wollen die Verkehrsunternehmen eine im östlichen Revier bestehende Kooperation, über die beispielsweise gemeinsam Busse gekauft werden, auf das gesamte Ruhrgebiet ausdehnen. Der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke ist zunächst als Gast dabei. Man begrüße das Zusammenrücken der Verkehrgesellschaften im Ruhrgebiet, sagte Geschäftsführer Reinhard Bartsch.

Weiterentwicklung für einfachere Nutzung

Man werde alles, was die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel vereinfache, unterstützen. Gniot zufolge gibt es bereits Gespräche über gemeinsame digitale Fahrplan- und Ticket-Angebote.

Teil des Planes ist auch eine deutliche Fahrpreisreduzierung. 2 Euro wäre demnach der angemessene Preis für eine Einzelfahrt innerhalb eines Stadtgebietes.

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