Zwei Beteiligte melden sich

Pütt-Vandalismus: Zwei Gruppen parallel unterwegs?

Die eingeschlagene Türscheibe zum Pförtnerhaus.
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Die eingeschlagene Türscheibe zum Pförtnerhaus – ein Ergebnis der blinden Zerstörungswut, mit der die jungen Eindringlinge am Montagabend im „CreativRevier“ vorgingen.

Nach dem Randale-Ausflug von mehreren Jugendlichen auf das ehemalige Bergwerk Heinrich Robert geht die Polizei in Hamm inzwischen ganz konkreten Hinweisen nach.

Hamm – Am Montagabend waren die Jugendlichen in das kommende „CreativRevier“ eingebrochen und hatten unter anderem mehrere Scheiben am Pförtnerhäuschen, an einer Werkstatt und im Bereich der Kaue eingeschlagen. Der Zwischenfall war bereits der 14. ähnlicher Art seit 2019, der bei der Polizei aktenkundig wurde. Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein.

Am Montag aber hatten die Verantwortlichen des „CreativReviers“ um Eigentümer Jürgen Tempelmann erstmals selbst öffentlichkeitswirksam mit einem 38 Sekunden langen Video aus einer Überwachungskamera nach den Vandalen gesucht. Daraufhin waren etliche Hinweise eingegangen – beim „CreativRevier“ und auch bei der Polizei.

Offenbar aufgrund des öffentlichen Drucks haben sich am Dienstag und Mittwoch zwei Jugendliche im Beisein ihrer Mütter eigenständig bei der Polizei gemeldet und ihre Beteiligung an der Aktion zugegeben.

Pütt-Vandalismus: Zwölfjähriger ekennt sich schuldig

Ein 15-Jähriger gab an, mit dem Roller auf dem Gelände unterwegs gewesen zu sein. Er habe sich allerdings nicht an den Sachbeschädigungen beteiligt. Ein 12-Jähriger, der trotz seines jungen Alters bereits polizeibekannt ist, sagte wiederum aus, er sei für die Schäden mitverantwortlich. Teil der Roller-Gruppe, die deutlich auf den Überwachungsvideos zu sehen ist, sei er aber nicht gewesen.

Aus diesem Grund geht die Hammer Polizei aktuell davon aus, dass höchstwahrscheinlich sogar zwei Gruppen parallel. aber unabhängig voneinander auf dem weitläufigen Areal unterwegs gewesen sind. Um die genauen Umstände und Verantwortlichkeiten für die Schäden zu klären, laufen die Ermittlungen und Vernehmungen weiter. Hinweise nimmt die Polizei weiterhin unter der Telefonnummer 02381/9160 oder per E-Mail an hinweise.hamm@polizei.nrw.de entgegen.

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