Rund 200 Personen im Hammer Lokal

Prügelei mit Verletzten bei Tanzparty im Enchilada - Messer gefunden

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Unschöne Situation bei einer Tanzparty im Enchilada in Gamm.

Am frühen Sonntagmorgen ist es während einer Tanzveranstaltung im „Enchilada“ an der Martin-Luther-Straße zu einer Auseinandersetzung mit verletzten Personen gekommen.

  • Polizei bestätigt Zeugenangaben im Kern.
  • Im Lokal wurde ein Messer gefunden.
  • Niemand wurde schwer verletzt.

Hamm – Den Vorfall bestätigte die Polizei auf Nachfrage, nachdem sich ein Zeuge beim WA gemeldet hatte. Der Einsatz ist für 2.30 Uhr dokumentiert. Besorgniserregend: Im Lokal wurde kurz nach dem Einsatz ein Messer gefunden, das möglicherweise als Waffe benutzt worden ist. Es wurde der Polizei übergeben. Außerdem wurde niemand lebensbedrohlich oder schwer verletzt, also ein glimpflicher Ausgang.

Bei Zeugen des Vorfalls bleibt allerdings ein Gefühl von Ohnmacht und Wehrlosigkeit gegen einen fiesen Gegner: „Wenn ich in einer Auseinandersetzung ein Messer sehe, ist das für mich schnell eine Frage von Leben und Tod“, sagt einer, der vor Ort war.

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Polizei: Sachverhalt noch unklar

Polizeisprecherin Julia Breitenstein sprach auf Nachfrage von einem „noch unklaren Sachverhalt“, zu dem jetzt erst die Beteiligten gehört werden müssten. Das ist der normale Gang polizeilicher Ermittlungen, insofern also nichts Ungewöhnliches. Fest steht, dass die Beamten einen 43-Jährigen Deutschen, der am Möhnesee gemeldet ist, in Handschellen mit auf die Wache nahmen. Laut Breitenstein wurde gegen ihn ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Der Mann wurde später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Nach WA-Informationen soll es vor Eintreffen der Polizei in der Nähe des DJ-Pults zu einer körperlichen Auseinandersetzung von zwei Gruppen mit mehreren Personen gekommen sein. Erst Rempeleien, dann soll eine am Boden liegende Person gegen den Kopf getreten worden sein. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich geschätzt rund 200 Personen in der Gastronomie aufgehalten haben.

Polizisten bezwingen Hauptaggressor

WA-Informationen zufolge sollen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes versucht haben, den Hauptaggressor zu Boden zu bringen und ihn aus dem Lokal zu befördern. Dieser habe sich allerdings nach Kräften gewehrt und erst mit Eintreffen der Polizei endgültig fixiert werden können. „Mit Mühe“, wie ein Zeuge die Situation beschreibt.

Von Widerstand ist im Einsatzbericht der Polizei laut Breitenstein allerdings nichts zu lesen. „Ich gehe davon aus, dass die Kollegen dies so aufgeschrieben hätten, wenn es so gewesen wäre“, sagte die Sprecherin.

Sicherheitsleute verletzt?

Der Mann sei durchsucht worden, ein Messer sei dabei nicht gefunden worden. Der 43-Jährige habe leichte Kratzer am Handgelenk davongetragen. Über Verletzungen des Sicherheitspersonals sei bei dem Einsatz nichts festgehalten worden.

Nach WA-Informationen soll es diese Verletzungen aber sehr wohl gegeben haben. So soll ein Mitarbeiter der Sicherheit die Polizei auf seine blutenden Wunden aus der Auseinandersetzung mit dem Mann und auf ein Messer hingewiesen haben. Auch habe der Verletzte noch vor Ort Anzeige erstattet. Um die Wundversorgung habe er sich selbst gekümmert. Ob noch weitere Personen verletzt wurden, ist nicht bekannt.

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