Hochschule Hamm-Lippstadt denkt um

Prüfungen an der HSHL nun doch digital statt vor Ort

Die Räumlichkeiten der HSHL an der Marker Allee in Hamm sind und bleiben verwaist.
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Die Räumlichkeiten der HSHL an der Marker Allee in Hamm sind und bleiben verwaist.

Umdenken an der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL): Die Prüfungsphase vom 25. Januar bis 12. Februar findet nun online und nicht in Präsenzprüfungen statt. Das teilte die Hochschule am Dienstag offiziell mit.

Hamm – Noch vor der offiziellen Erklärung waren die Studenten in einem Schreiben auf elektronischem Postweg informiert worden, das dem WA vorliegt. Darin heißt es zur Begründung, man erlebe eine öffentliche Diskussion, in der ein noch weiter verschärfter Lockdown gefordert werde. „Vor diesem Hintergrund finden wir nicht mehr die Frage relevant, OB die Hochschule sichere Prüfungen ermöglichen kann, sondern ob dies der Gesamtsituation in Deutschland und unseren gemeinsamen Bemühungen, die Pandemie einzudämmen, gerecht wird. Diese Frage möchten wir zum jetzigen Zeitpunkt – und damit anders als noch vor eineinhalb Wochen – mit ,Nein’ beantworten.“

Seinerzeit sei die Situation seitens der Hochschule noch anders eingeschätzt worden. In der vergangenen Woche habe sich die Lockdown-Diskussion noch einmal zunehmend verschärft. „Online-Prüfungen sollten nicht leichtfertig als Alternative beschlossen werden. Die entsprechenden Diskussionen und die Entscheidung mit den Departments brauchten Zeit“, heißt es in der offiziellen Stellungnahme der HSHL.

Die Hochschule sei sich nach wie vor sicher, dass sie aufgrund der Hygienekonzepte sichere Prüfungsbedingungen in Präsenz anbieten könnte. „Jedoch wiegen die uns gegenüber vorgebrachten Hinweise, dass dies große Verunsicherung bei vielen Studierenden auslöst, schwer, auch wenn uns bewusst ist, dass auch die Meinung in der Studierendenschaft gespalten ist. Es ist in der aktuellen Lage unmöglich, eine Lösung zu finden, mit der alle zufrieden sind.“

Weitere Informationen im Lauf der Woche

In der letzten Mitteilung an die Studenten vom Dienstag der vergangenen Woche hatte es noch geheißen, man habe mit der Entscheidung für Präsenz-Prüfungen versucht, „einen Weg zu finden, der der beste für die größtmögliche Zahl der Studierenden sowie HSHL-Beschäftigten ist“.

In den vergangenen Tagen hatten sich Studierende aus beiden Lagern – für Online oder Präsenz – gegenüber unserer Zeitung geäußert. Der Hochschulzentrale lägen nur Einzelmeldungen vor, hieß es von der HSHL.

Nun würden die Prüfungen in digitale Formate umgewandelt. Weitere Informationen, unter anderem zu den technischen Abläufen, sollen die Studenten im Laufe der Woche erhalten. Die Hochschule bitte um Geduld und Verständnis. Die Beratungen liefen bereits seit Ende des letzten Jahres, es müssten immer nach Einzelheiten geklärt werden.

Verschiebung nicht das Mittel der Wahl

Eine Verschiebung der Klausuren sei nicht das Mittel der Wahl, heißt es in der Stellungnahme: „Ohne dass wir definitive Aussagen zum weiteren Verlauf der Pandemie machen können, besteht die Möglichkeit, dass wir uns auch im Februar oder März noch im Lockdown befinden, so dass ein ,einfaches Verschieben’ um eine oder mehrere Wochen aus Sicht der Hochschule keine sinnvolle Alternative darstellt. Zudem hätte dies Auswirkungen auf die Vorlesungszeit des Sommersemesters 2021 und die folgenden Prüfungszeiträume.“

Eine Erleichterung für Studierende seien Freiversuche und die Nicht-Anrechnung des Wintersemesters 2020/21 auf die individuelle Regelstudienzeit, wie zuletzt vom Land mitgeteilt.

Der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) als studentische Vertretung teilte in einer kurzen ersten Stellungnahme mit, die Meinungen seien verschieden und verteilten sich über das gesamte Spektrum. Die Entscheidung sei mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden.

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